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Zweiter Band. H - Z.
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Sardinien

Saragossa

^äche zugeschliffen, dann mit einem kugelförmigen LocheÄschen, welches man mittelst einer Demantspitzc in ihn^hrt, und zwar so, daß der engere Theil des Loches auf^ größern, ebenen Seite des Steines sich befindet. Hier-wird der Saphir in einer messingenen Platte befestigtUnd der Draht durch den engeren Theil des Loches nach demEitern gezogen. Er soll dabei so gleichförmig und sodünn ausfallen, wie man ihn früher nicht herzustellen imStande war. — Nächst dem Diamant steht der Saphir amOchsten im Preise. Sein Werth richtet sich nach der Farbe,^l'nheit und Größe. Am höchsten im Werth steht der orien-^lische Rubin, so daß vollkommene Steine dieser Art, wenn'^Gewicht drei Karat übersteigt, oft ebenso theuer sind,Diamanten von gleichem Gewicht und derselben Qua-lität.

Saragossa, spanisch Aumpa?.», befestigte Hauptstadt^ Königreichs und der Prov. Aragon (Aragonien), SSO.

Pampluna, rechts am Ebro, in einer schönen und"Achtbaren Ebene, mit etwa 43,000 Einw., ist Sitz des^»eral-Kapitäns, der Oberbehörden, der königl. Au-^uza, hat eine Börse, königl. Akademie der schöne» Künste,rücksichtlich der Industrie sind die Gerberei, Seiden-ö°Ug-und Tuchweberei, so wie die Fabrikation von Pcr-^Utent und Glas, außerdem der beträchtliche Handel mit^in u. Branntwein, Getreide, Früchten, Safran, Seide w.^Wähnenswerth.

lllünzen, Rechnung, Maaße und Gewichte sind die arago-^chen, s. den Art. Spanien.

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Sardellen, franz. Sarämos; engl. Saräels; ital. 8ar-

kleine, zur Gattung der Heringe gehörige Seefische,^lt weichen Floßfedern, goldfarbigen Köpfen, weißen Bäu-

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und meergrünem Rücken, welche vorzüglich an den Kü-

bu von Frankreich,England,Spanien u. Italien gefangen unduusch verspeist oder cingesalzen und geräuchert in den Han-, gebracht werden. Vor dem Einsalzen schneidet man dieab und nimmt die Eingeweide aus. Sehr lebhaft ist^ Sardellenfischerei an den französischen Küsten, z. B. in^Bretagne, wo dieselbe gegen 300 Schaluppen von je 8^a»n beschäftigt. Die Sardellen werden dort entweder^ eingcsalzen, 8aräinos on so! vu on pilos, oder wiederhuschen, nachdem sie einige Zeit in Salz lagen und dann

Fässer eingepreßt, 8ar<Imos prosso'o8, um das Fett (den

^twan), welches zum Brennen und in den Gerbereien ver-u»cht abfließen zu machen, oder man trocknet sie,

^ ä- B. die später gefangenen und größeren, am Feuer"räuchert sie, Sorones; auch macht man sie mit Essig,°tbeerblättern, Pfeffer und dergl. ein, nachdem man sieam Feuer etwas gebraten hat, Sarämes con5,to8.'b im Juli bis September gefangenen Sardellen pflegtnicht zu pressen, da in dieser heißen Jahreszeit derßu weich ist und beim Pressen leicht berstet. Sehr be-b l wegen ihres vorzüglichen Geschmacks sind die Sardellen^oyan, einer kleinen Stadt in Saintonge. Die Haupt-^» 3 ?'Frankreich ist bei Belle-Jsle, Port-Louis, Crac,lies' Concarncau, Douarnenez und Brest. Außerdemdickst Marseille viele Sardelle». Die englischen S. sindNie» ^ die bretagner, obgleich größer. Sie kom-m größeren und längeren Fässern, sind nicht so gut ge-

salzen und halten sich daher nicht so lange. Spanien hatan den Küsten von Catalonien Sardellenfang, Italien beiGenua, Nizza, der Insel Gorgona und Sicilien. DieHauptversendungsorte der italienischen S. sind Mazara,Giglio, Porto Longono, Rogliano, Genua, Livorno undTrieft. Am meisten schätzt man die Sardellen von der InselGorgona. Sie werden von Livorno aus in kleinen Tonnen,vurili, von 38 Pfund versandt. Die sicilischen sind inFässern von ohngefähr 200 Pfund. Von Dalmatien,wo bei Jffa viele gefangen werden, versendet man viele nachItalien und Griechenland.

Sardinien, ein Königreich, das aus einem Gebietauf dem Festlande im RW. von Italien und aus der InselSardinien besteht. Das Festland-Gebiet umfaßt das ehe-malige Piemont, das Herzogthum Savoyen, die Graf-schaft Nizza und den ehemaligen Freistaat Genua (s. die-sen Artikel) und grenzt im N. an die Schweiz, W. anFrankreich, S. an das mittelländische Meer, O. an dasGroßherzogthum Toscana, die Herzogthümcr Modena undParma nebst der Lombardei; 936^ QM. groß mit (1839:)4,123,733 Einw. Das Land ist größtentheils durch dieAlpen sehr gebirgig, ausgenommen in Piemont, wo 'esgroße ».fruchtbare Ebenen giebt. Die Produkte des Festlan-des sind in den Gebirgsgegenden vorzügliches Rindvieh,Pferde, Esel, Maulesel, Schafe, Schweine, Ziegen, ferner vielReis, Flachs, Hanf, Getreide, Oliven, Wein, Trüffeln,Silber, Blei, Kupfer, Eisen, Steinkohlen, schöner Mar-mor, Schiefer, viel und vorzügliche Seide, von der vielausgeführt wird. Turin ist die Hauptstadt des König-reichs, Genua und Nizza sind die Haupthandelsplätzedes Festlandes. — Die Insel Sardinien, ital. 8ar«lexna,liegt im mittelländ. Meer, S. von Corsica und davon durchdie 2V, Licues breite MeerengeBonifacio getrenntu.43 Lieuesvon der Küste von Italien entfernt, ist von S. gegen N.,vom Cap Teulada bis zum Cap Longo-Sardo, 61 LieueSlang und vom Cap Canino bis zum Cap Caccia 33 Lieuesbreit, 436 QM. groß mit (1839:) 324,633 Einw. DieInsel ist gebirgig', oben zwischen den Gebirgen und Bergenliegen ziemlich ausgedehnte Ebenen. Der bedeutendste Flußist der Oristano, der auf der Westküste mündet. Die Tem-peratur wechselt mit der Lage und Beschaffenheit des Bo-dens. Der Anbau des Bodens ist beschränkt. Die Produktesind Getreide, vorzüglich Weizen, Wein, Obst, ausgezeichneteOrangen, Citronen, Granaten in ganzen Wäldern, Man-deln, Pfirsichen, Aprikosen, Tabak, von Waldholzarten:Eichen und Buchen, Lorbeerbäume, Orseille in Ueberfluß,kleines Rindvieh, kleine Pferde, grobwollige Schafe aberauch in den hohen Gebirgen wilde Schafe, Mouflons ge-nannt, vorzügliche Ziegen, aus deren Milch ein vorzüglicherKäse bereitet wird, sehr viele zahme und auch wilde Schweine;im Mineralreich Silber, viel Blei, etwas Eisen, Kupfer,schöner Jaspis, Alabaster, Gyps, Nitrum, Alaun, Schwe-fel, Vitriol, Salz rc. Die Insel wird durch einen Vice-König verwaltet. Industrie ist unbedeutend und die Aus-fuhr besteht meist in Naturprodukten, wodurch jedoch dienöthige Einfuhr gedeckt wird. Die Hauptstadt ist Cag-liari; außerdem ansehnliche Städte mit Häfen und einigemHandel Oristano, Sassari, Alghero, Bosa. ImJahr 1847 hat das Königreich Sardinien mit den deutschen

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