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Transitohandel
Tours rc.), Baumwollengarn, Tuch, Papier, Tapeten,Posamentirwaaren, Fayence, Wachslichter, Stärke, Sal-peter, Färbereien, Gerbereien und bedeutendem Handel mitallen diesen Fabrikaten, so wie mit den Landcsprodukten dernahen Umgegend. Das gesunde Klima der Ebene von Toursund die wohlseile Lebensweise zieht alljährlich viele tau-send Engländer herbei, welche den Verkehr außerordentlichbeleben.
Rechnung, Münzen, Mechselangelegenheilen, Maaße undGewichte wie in Paris.
, Längenmaaß im Königreich Sar-dinien.
Trächtigkcit eines Schiffes, franz. llapacite;engl. lluttden, bezeichnet dessen Tragfähigkeit; s. den Art.Lästigkeit.
Traganth, Draganth, Tragantgummi, lat.l-ummi Irogucllnldoe ; franz. 6omme ullrogouto; engl. 6uniti-ozaconüw , stammt von mehreren, zur Gattung 4strog»Ius(Bocksdorn) gehörigen, 2 bis 3 Fuß hohen, in Persien,Syrien, Kleinasien und Armenien wachsenden Sträuchern,4 vcrus; 4. gummilor und 4 aristotus. Aus diesen schwitztder Saft theils von selbst in den Monaten Juli bis Sep-tember, theils nach gemachten Einschnitten aus und erhärtetbald an der Luft. Man unterscheidet im Handel: 1) Mo -rea-Traganth; schmale oder breite, gedrehte fadenför-mige, öfters gewundene, gewöhnlich weiße Stücke. Diegrößern unregelmäßigen sind zusammengeflossen, gelblichoder gelblichbraun. Die aus dieser Sorte ausgesuchtenwurmförmig gewundenen Stücke werden unter dem NamenVermicelle verkauft. — 2) Smyrna- oder B l ä t t c r -Traganth; größere, breite, dünne Stücke, die nur seltenwurmförmig gewunden sind. Es sind an denselben concen-trische, bogenförmige, halbrunde Erhabenheiten zu bemer-ken. Gewöhnlich ist ihre Farbe weiß, seltner gelb oderbräunlich. Beide Sorten sind hart, aber etwas zähe, geruch-und- geschmacklos. Im Wasser quillt der Traganth sehrbedeutend auf und bildet einen zähen, sehr dicken Schleim.In kochendem Wasser löst er sich nur unvollkommen auf undsetzt sich beim ruhigen Stehen bald wieder ab. Am bestenund sehr gleichförmig wird der Lraganthschleim, wenn manbas Traganthpulver mit etwas Zucker mischt, oder mit eink-Sen Tropfen Alkohol besprengt. Man benutzt den Tra-gants», da er mit Wasser einen viel dickern Schleim giebtals das arabische Gummi, zum Verdicken von unächten Far-ben, Tafelfarben und Zinnbeitzen; zur Appretur seidnerDlaaren, Bänder, Spitzen rc. Auch in den Apotheken wirdber Traganth gebraucht. Früher kamen aus Morea jähr-lich 20,000 Pfund Traganth nach Italien.
Trankebar, Hauptort der dänischen Besitzungen in^llindien, auf der Küste Coromandel, im Distrikt Carnatic,Freihast«, zwischen den beiden Armen des Flusses Cawerygelegen, mit etwa 20,000 Einw., die Baumwollenmanu-sakturen, Kalkbrennereien und einigen Handel betreiben,Trankebar ist seit der Hälfte 1837 Freihafen; nur Koch-salz darf, einem Vertrage mit der englischen Regierung zu-lasse, nicht frei ein - und ausgehen. Schon 1824 wurde derSeezoll abgeschafft.
U.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet nach Reichsthalern oder Thalernzu 12 Fanams oder Fanums, oder nachRupien zu 8 Fanamsö 80 Cash es (Käsch). Der hiesige Reichsthaler ist fest-stehend 18 Proc. geringer als der dänische Curant-Reichsthaler, so daß 13 °/,2 hiesige Reichsthaler oder20>/g Rupien eine köln. Mark fein Silber betragen und derWerth eines hiesigen Reichsthalers 1 Rthlr. 1 Sgr. 4 Pf.preuß.; eine hiesige Rupie 20 Sgr. 10 Pf. preuß. —Die Pagode hat 26 Fanams, oder 2>/a Rthlr., oderJ '/4 Rupien.
Wirklich geprägte Münzen.
In Gold: Pagoden zu 26 Fanams.
In Silber: Rupien. — Einfache und dop-pclteFanam», Fanum-, oderFanoe-Stücke.
In Kupfer: Cashes (Käsch)oderDudus. Zwei-,vier- und zehnfachedergleichen.
Von fremden Münzsorten laufen verschiedeneArten Gold-Rupien, Pagoden, Silber-Rupienund Fanams, so wie spanische Piaster um. Engli-sche Stern Pagoden gelten 34 Fanams (mehr oder we-niger), spanische Piaster 19'/^ bis 21 Fanams. Arcot-Rupien gelten 7>/2 bis 10 Fanams und stehen gewöhnlich8 Proc. höher als hiesige Curant-Rupien. Sicca-Ru-pien gelten 8 Proc. höher als Arcot-Rupien und also inder Regel 16 Proc. höher als hiesige Cur.-Rupien.
Handelsgewicht. Der Maund wiegt 68 dän. Pfd. oder33,983 franz. Kilogr.
Transit-Abgaben, s. Durchgangsabgaben.
Transitohandel, Transitogüter. — Tran-sitohandel, Transithandel bedeutet im allgemeinenden Waaren-Durchzug oder den Fracht-Durch-gang durch ein Land und verdient daher in Beziehung aufdieses Land den Namen Handel gar nicht, da es nicht ein-mal unbedingt nothwendig ist, daß ein inländischer Kauf-mann als Hülfsperso» (Speditör rc.) dabei auftritt, wennder Kaufmann eines fremden Landes seine Waaren durchdas unsrige wiederum in's Ausland sendet. Für das Landaber, durch welches dieser sogenannte Transithandel, franz.Lommarce ä'öconomio, Lommorco ü'entrepüt, sicherstreckt,ist derselbe sehr einträglich, da die auf die durchgehendenWaaren erhobenen Zölle eine nicht unbedeutende Staats-Einnahme ausmachen. Deswegen thun auch die betheilig-ten Staaten alles, den Lransithandel möglichst zu fördern,weshalb die Transitgüter in der Regel geringere Steuer-sätze, Straßengelder rc. bezahlen, als andere Waaren. Einehemmende Maßregel dagegen ist die Menge der Zollämter,welche durch ihre speziellen Untersuchungen die Frachtfahrerhäufig zu längerer Rast veranlassen und so zur Vertheurungdes Frachtlohns beitragen, weswegen auch häufig zur ge-setzlichen Umgehung solcher Zollstellen bedeutende Umwegemit den Transitwaaren gemacht werden. — Von einigenwird unter Transitohandel auch derjenige Handel ver-standen, bei welchem die Kaufleute eines Landes die Natur«und Kunst-Erzeugnisse eines andern Landes ankaufen, umsie wieder nach einem (dritten) fremden Lande zu verkaufen,welchem sie dieselben zuführen. Diese Art des Handels,
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