Travemünde
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Trieft
W. an dcn indischen Ozean, O. an die West-Ghats; istheiß und reich an Pfeffer, Kardamom, Betel-, Kokos- undMuskatnüssen, Sandel- und Sapanholz, Kassia ic.
Travemünde, eine zu Lübeck gehörige Stadt an derMündung der Trave in die Ostsee, mit 1600 Einw., Schiff-fahrt, Heringsfang, Seebad und einem Leuchtthurm aufdem Hafbrook.
Trebisonde, s. Trapczunt.
Rechnungsmünze auf den balearischen
Inseln.
Tresteraiche, s. Trübaiche.
Tricnt, Trident, Hauptstadt des gleichnam. Krei-ses im südlichen Tyrol, an der Etsch, mit 16,000 Einw.,die sich mit Tabak- und Weinbau, Seidenraupenzucht, Sei-denspinnerei und Seidenweberei, Gerberei, lebhaftem Spe-ditionshandel von und nach Italien beschäftigen.
Trier, Hauptstadt des gleichnam. Regierungsbcz. inPreußen, am rechten Moselufer, 49» 43' n. Br. 4» 18' ö. L.,mit 18,000 Einw., Sitz der Regierungs-, Provinzial- undKreisbehörden, Handelsgericht, Hauptzollamt, Fabriken inTuch, Kasimir, Strümpfen, buntem Papier, Runkelrü-benzucker und namhafter Wein - und Holzhandel, Schiff-fahrt.
Münzen und Rechnung.
Früher rechnete man im ehemaligen Erzstift Triernach Reichsthalern zu 84 Petermännchen. Der Zahl-werth war meist der 23-Guldenfuß, seltener der 24-Gul-denfuß, also 162 /z Reichsthaler — 1 kölnische Mark feinSilber und der Werth eines Reichsthalers 28 Sgr. 2 Pf.preuß. Das Verhältniß der sämmtl. ehemaligen trierschenRechnungsmünzen war folgendes:
1 Reichsthaler — 1'/? Reichsguldcn — 18 große Pe-termännchen — 84 kleine Petermännchen — 90 Kreuzer.Die kleinen Petermännchen hießen auch Aldus und man rech-nete I 6-/2 derselben — 1 franz. Livre tournois.
Gegenwärtig rechnet man hier nach Thalernzu 80 Silbergroschen 812 Pf. preußisch Curant, deren14 ---- 1 köln. Mark fein Silber; und die Münzen sindebenfalls die preußischen.
Wirklich geprägte Münzen des ehemaligenErzbisthums Trier waren:
In Gold: Ducaten.
JnSilber: Ganze, halbe u. Viertel-Conv.-Speciesthaler. — Ganze, halbe und Viertel-Kopfstücke oder Stücke zu 20, 10 und 8 Kreuzern imConv.-20-Guldenfuß. — Achtel-Thaler zu 9 Peter-männchen im 23-Guldenfuß.
Im Wechselwesen richtet man sich nach den Curscnvon Aachen oder Cöln.
Maaße und Gewichte sind die neuen preußischen;die alten churtrierschen kommen nur wenig noch vor.
Trieft, Haupthandelsstadt und Seehafen von Oester-reich, am nordöstl. Ende des adriatischen Meers, unter 43»38' 37" n. Br. und 13° 46' 27" ö. L. von Greenwich, mit36,000 Einw. Die Stadt wird von einem Kanal durch-schnitten, welcher 9 bis 10 Fuß tief gehende Schiffe aufneh-men kann, und aus dem Golf in die Theresienstadt bis zu
den Kaufmannsmagazinen führt. Der Erhebung zum Frei-hafen hat Trieft noch neben seiner glücklichen Lage die wich-tige Stellung zu verdanken, welche es im Welthandel ein-nimmt. Hier wird ein großer Theil der rohen und verar-beiteten Produkte des eigentlichen Oesterreichs, Jllyriens,Dalmatiens, Ungarns u. Italiens aufgestapelt, Feld, Wald,Berg, Stadt und Land mit ihren fleißigen Händen ergießendie Schätze ihrer Industrie in dieses allgemeine Bassin, vonwo aus sie dann wieder in alle Weltgegenden weiter verbrei-tet werden. Eben so senden die Provinzen des schwarzenMeeres, die Türkei, Griechenland und Egypten ihre Er-zeugnisse in beträchtlicher Quantität auf den triester Markt.Eingeführt werden dagegen Zucker, Kasse, Qel, Baumwolle,roh und fabrizirt, Getreide, Seide, Farbewaaren, Droguen,Südfrüchte, Häute, ordinäre Wolle (aus den Ländern amschwarzen Meer und an der Donau, Egvpten) durchschnitt-lich im Jahr 38,000 Ctr. rc. Man schätzt die Einfuhr auf28 Mill. Lhlr. jährlich. Als Handels-Anstalten bestehen inTrieft das Verwechselungs - Bureau der wiener Bank, dieBörse an einem schönen Platz Mit herrlichen Gebäuden,Seeassekuranzen, Lebensversicherungs-Compagnie, die Ge-sellschaft Rloxck austriaco (österreichisches Lloyd, s. dies. Art.),die regelmäßige Dampsschifffahrten mit Konstantinopel,Alexandrien, Athen rc. mit ihren eigenen Schiffen unter-hält; Schifffahrtschule, Schiffswerfte, Quarantäne. Diehiesige Messe beginnt am 1. August. — Der Hafen vonTrieft ist frei von Klippen kind durch zwei Molos geschützt,mit einem Leuchtthurm. Die Verbindungen Lriests überSee zeigt die folgende Uebersicht der Curse, für welche gesetz-liche Preise bestimmt werden. Im Jahr 1844 liefen 8338Schiffe von 486,818 Tonnen aus, und 8388 Schiffe von493,306 Tonnen ein. Der Werth der Ausfuhr betrug44,470,118 Gulden, der der Einfuhr 86,312,104 Gulden.Im Jahr 1846 kamen an 8611 Schiffe von 310,882 Tonnen,abgingen 8648 Schiffe von 318,268 Tonnen. Die meistenwaren griechische, österreichische, neapolitanische, päpst-liche u. s. w.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet hier, wie in ganz Oesterreich, nachGulden zu 60 Kreuzern ä 4 Pfennige im Convent. - 20 -Guldenfuß.
Wechselkurse von Trieft, 1847.
m. oder w.
Geld' BriefFl. Kr.
Amsterdam für 1 Fl. Cor. . .
2 M.Kr.49>/,„
—
Ancona für 1 8 cuclo ä 10 llaoli
1 M.
2 . 8'/2
—
—
2 M.
2.4-/-
—
—
3 M.
2.4
—
—
Augsburg für 100 Fl. Cur. . .
1 M.
—
9
«V-
2 M.
—
9
9
3 M.
—
9
8 '/-
Bologna für 1 8 cuäo reale . .
1 M.
2 . 8 °/.
—
—
KonstantinopelfürlOOPiaster 31 L.S.
—
—
8 -/-
Frankfurt für 100 Fl. Cur. .
1 M.
98
—
—
Genua für 1 Rira ......
1 M.
Kr.
2
3'/-
2 M.
—
2
3-/is
3 M.
—
2
3
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