Zweier
799
Zwölfter
Zweier werden in Norddeutschland die Zweipfennig-Stücke, in Süddeutschland die Zweikrcuzer-Stücke, undin einem großen Theil der Schweiz die Zweibatzen-Stückegenannt.
Zweiunddreißigfranke» - Stücke sind in derSchweiz die dortigen neuen Doppel-Louisd'or (^ 32schweizer Franken), indem der einfache neue Louisd'or 16schweizer Franken gilt.
Zwrcka», Stadt in Sachsen, an der Mulde, mit9000 Einw. und ist der Sitz eines Hauptsteueramtes. Diefrüher hier blühende Tuchfabrikation ist jetzt nicht mehr be-deutend. Bedeutend sind die Nagelschmieden, Krempel-setzereien, Papier-, Oel-, Graupen-, Walk- und Mahl-mühlen ; auch befindet sich hier eine große chemische Fabrik.Die in der Nähe befindlichen Steinkohlenlager werden immermehr ausgebeutet, seitdem sich eine Aktiengesellschaft dafürgebildet hat.
Zwirn , franz. 111 rewrs; engt. Hironil, ist ein auszwei oder mehr Fäden aus Leinengarn, Hanfgarn, Baum-wollengarn zusammengedrehter Faden. Der Zwirn wirdentweder roh (ungebleicht), oder gebleicht, oder auch ge-färbt verkauft und verbraucht. In Deutschland wird vor-züglich Zwirn in Böhmen, Sachsen, Schlesien und West-phalen gefertigt. Im Großen geschieht der Verkauf inPäcken zu 10 ganzen oder zu 10 halben Stücken. Die Fein-heit wird mit Nummern bezeichnet. Außerdem unterscheidetman die Iwirnsorten nach der Zahl der zusammengedrehtenFäden. Den schönsten Leinenzwirn liefern Holland, Eng-land und Schottland. Die Vorzüge des Zwirns sind Gleich-mäßigkeit des Fadens und der Drehung, so wie der Festigkeit.Die Stücke enthalten Gebinde und diese mehr oder wenigerFäden.
Zwischenhandel, stanz, siommorco (I'entrcpüt, Lom-merce (I'bconomie; cngl. IlUormollüllo trallo; holl. Iu8sc1,cn-lumllel ; ital. Lmmnorcio inlorinoüio, Lommorcio >ll llepossio,heißt derjenige Zweig des Handels, welcher darin besteht,
daß ein Volk die Natur- und Kunstprodukte eines fremdenLandes ankauft und bezieht, um dieselben einem andernLande zu verkaufen und zuzuführen; ein Handel, welcherbesonders in den Seeplätzen, ihrer geographischen Lage ge-mäß, seinen Sitz und seine Blüthe hat. Der gesammteGroßhandel der frühern Zeiten bestand in einem solchenZwischenhandel, welcher, um den größern Verkehr zwischenentfernten Rationen zu unterhalten, ganz unentbehrlich ist.Mit der größern Vervollkommnung der Kommunications-mittel hat auch der Zwischenhandel sehr an Ausdehnung ver-loren, indem die umsichtigen Kaufleute fast aller Staatenund Orte ihren Handel auf direktem Wege führen undsich der Plätze, welche früher die Sitze des Zwischenhandelswaren, nur zur Kommission oder Spedition bedienen.Immer aber wird der Zwischenhandel sich erhalten, und diesnamentlich an denjenigen Orten, wo er, vermöge der Lagedieser Orte und der Handelsthätigkeit ihrer Bewohner, ein-mal seinen bleibenden Sitz genommen hat und wo er in ebendem Maaß sich steigern muß, als die Anzahl der Konsumen-ten von Waaren aller Art sich vermehrt. Aus dem Zwi-schenhandel entstand der Transitohandel. — Frühernannte man jene Gattung des Handels den Oekonomie-handel, indem man diese Benennung aus dem französi-schen Oommorcs ä'öconllime, womit die französischen Schrift-steller ihn bezeichneten, herleitete; der berühmte Büsch aberhat ihm den passenden, und jetzt mit Recht allgemein ge-bräuchlichen Namen Zwischenhandel gegeben.
Zwölfer heißen: 1) die nach dem 24-Guldenfußegemünzten 12-Kreuzerstücke (z. B. in Würtemberg rc. Siesind an Werth den 10-Kreuzerstücken des 20-Gulden-fußes vollkommen gleich); 2) die mecklenburg-schwerinschcn12-Schillings-Stücke; 3) die oldenburgischcn 12-Grot-Stücke.
Zwölfter. 1) Eine Anzahl von 12 Stück Bretternoder Dielen in Lübeck. — 2) Eine Anzahl von 12 Stück(einem Dutzend), namentlich von Heringen und andernFischen gebräuchlich, in Stralsund.