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Heliora : Gedichte / von Georg Justus Friedrich Nöldeke
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154
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Wußtest manche Beschwer in friedlicher Gütezu schlichten-

Damals blühte die Liede zur Flur, die Gerech-tigkeitöpflege,

Und, von keinem verrückt, beschränkte die Fel-der der Gränzstein.

Milder Ernst war in deinem Blick, umschattetvoll! sanften

Augeubraun; die Stirn war heiter, doch heitrerdie Seele.

Oftmals riethcst du uns, anzuschmiegen dieFlöte den Lippen,

Röhren mit Wachs zu verbinden, und so zuscheuchen die Grillen.

Gleichwohl liessest du nicht die Jugend in Träg-heit erschlaffen;

Oft gabst du nach Verdienst nicht kleinliche Gabeder Muse,

Rührtest öfterer selbst, uns zn Gesang zu er»muntern,

Noch im hohen Alter vergnügt, die phöbeischeFlöte.

Glücklicher MeliböuS, leb wohl! der ländlichePhöbus