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Heliora : Gedichte / von Georg Justus Friedrich Nöldeke
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Ermannung in Leiden,

17LY.

Es ist ein Gott! wovor sollt' ich erbeben.

Und trüben Blicks zur Erde schaun?

Nein! himmelwärts will ich die Stirn' erheben,Und dem, der mich nicht läßt, vertraun.

Ich laß ihn nicht, wc-ni auch das Licht der SonneBey meinem Gram »ur trüber scheint;

Er läßt mich nicht, wenn auch statt Glück undWonne,

Sich Unglück gegen mich vereint.

Zu ihm läckl' ich empor, wann Welten zittern.Vermorscht die Erd' in Staub zerkracht;Mag deine Hülle doch, mein Geist, zersplittern,Du selbst entfleuchst des Grabes Nacht.

Nie will ich, wann es stürmet, muthlos zagen.Nie lacht das Glück, das Unglück flieh»,Gelasse» stet» des Lebens Bürde tragen,

Und Brüdern leichtern ihre Müh».