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den jene Nationen sich verbindlich gemacht, nöthigen Falls Jsa-bella zu unterstützen. Die Christines hatten dringend diese Hülfereclamirt, ohne die sie nicht langer dem wachsenden Strome sichwidersetzen zu können glaubten. Louis Philipp sendete daher diefranzösische Fremden-Legion, welche acht Bataillone und einigeEscadronen stark bisher die Araber bekämpft, von Algier nachCatalonien, von wo sie langsam nach Navarra sich in Marschsetzte. Sie zeichnete sich aus durch die nordische Bravour, derder Spanier nie staunende Bewunderung versagen kann. —Zugleich hatte Oberstlieutenant de Lacy Evans die Erlaubniß desbritischen Ministeriums erlangt, um in den vereinigten König-reichen ein Hülfscorps anzuwerben, welches auch, da Verspre-chungen nicht gespart wurden, rasch errichtet war. Die Leutebestanden aus dem Abschaum des Pöbels der drei Königreiche;die Officiere dagegen, unter denen Viele der englischen Armeeangehörten, verdienten desto mehr Auszeichnung, daß sie mitsolchem Stoffe so viel leisten konnten.
Evans, der mit den Ergänzungen, die nach und nach vonEngland anlangten, etwa 16000 Mann nach Spanien führte,landete mit seinem noch undisciplinirten Haufen in Sän Se-bastian, von wo er, bei einer Recognoscirung gegen Hernanivon General Gomez zurückgewiesen, nach Bilbao aufbrach, wel-ches wiederum bedroht war. Nach dessen Entsetzung zog er lang-sam nach Vitoria, wo die Legion während des Winters größten-teils unthätig blieb, mit ihrer Organisation beschäftigt. Krank-heiten rissen ein, durch die unmäßige Lebensart der Leute her-vorgerufen, und rafften viele Hunderte in entsetzlichem Elendehin; dazu gesellte sich schon Unzufriedenheit, veranlaßt durch denhäufigen Mangel an Sold und selbst an den ersten Bedürfnis-sen, zu deren Befriedigung, wie Engländer sie mochten erwar-tet haben, den spanischen Behörden oft der Wille, stets dieMittel fehlten.
Zu diesen beiden Legionen kam bald eine portugiesische Di-