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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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Ost hörte ich die leicht Feuer fangenden spanischen Officiere be-wundernd ihr Bedauern ausdrücken, da sie diese hohen, edlenGestalten alle die schweren und unzarten Arbeiten des Ackerbauesverrichten sahen, die sonst den stärkeren Händen des Mannesvorbehalten sind. Denn außer Greisen und Kindern wurdenwohl nur Verstümmelte oder sonst zur Vertheidigung des Vater-landes Untaugliche in den Dörfern gesehen, so daß die Frauenund Mädchen genöthigt waren, hinter dem Pfluge die Stelledes Gatten oder der Brüder einzunehmen. Dabei ertönte ihrschwermüthiger Gesang, den schrecklichen Krieg beklagend unddie Ehre und Treue der Nation verkündend; enthusiastisch wur-den die fernen Männer aufgefordert, ihr Vaterland gegen dieWuth der Schwarzen *) zu schützen, die Thaten der Vorfahren' und der Gefallenen wurden besungen, und der oft wiederholteName ihres großen Feldherrn zeigte, wie Zumalacarregui's An-denken seinen Landsleuten theuer, wie seine Thaten ein Gegen-stand des Stolzes für die Basken waren.

Der Reichthum dieser Provinzen muß vor dem Kriege aufeinen erstaunlich hohen Grad gestiegen sein. Während zweiHeere aus so kleinem Gebiete sechs Jahre lang kämpften unddas eine wie das andere hauptsächlich aus ihm seine Bedürf-nisse zog, verarmte das Land doch nur nach und nach und wardbis zum Ende des Krieges nie ganz erschöpft. Wirklich habendie Provinzen alle Elemente des Reichthumes in sich, wie ihreBewohner wohl den möglichen Vortheil daraus zu ziehen wis-sen. Der Boden ist äußerst ergiebig an Früchten jeder Art;Getreide, Taback, im Süden feurigen Wein erzeugt er im Über-

*) iVeZros, Schwarze, wurden die Konstitutionellen schon zur ZeitFerdinands schimpflich benannt, wogegen in jener früheren Epoche -die königlich Gesinnten sich alsWeiße" bezeichneten, welche Be-nennung jedoch nicht wie jene bestand.