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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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82
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ser, in denen die Verwundeten verborgen gewesen, niederbrennenließ?)

Unzähligen Gefangenen gab der carlistische Feldherr die Waf-fen, so selbst sein strenges Rache-Gesetz umgehend, da doch längstdie Erfahrung ihn belehrt, daß die Mehrzahl, des entbehrung-reichen Lebens der Carlisten bald überdrüssig, bei erster Gelegen-heit zu ihren früheren Cameraden zurückkehrte. Andere entließer, da sie geschworen, nicht mehr gegen die Sache des Königszu fechten; und wenige Tage später standen sie wieder ihm gegen-über, da die Generale der Revolution, nicht gesonnen, solchesVersprechen zu achten, die Verschonten zu einer andern Divisionzu versetzen sich begnügten, um ihre Wiedererkennung im Falleeines zweiten Unglücks zu erschweren.

Und welchen Eindruck machte so edles Verfahren auf dieChristines? Da sie nicht ein einziges Beispiel der Milde alledem entgegensetzen können, müssen sie nicht vielmehr zugestehen,daß, so oft Zumalacarregui sein Repressalien-Gebot in der gan-zen Strenge ausführte, eine neue blutige That ihrerseits voll-gültigen Grund dazu gegeben, ihn zur Unterdrückung seinerGefühle und Neigungen gezwungen hatte?

Lord Elliot erschien auf dem Kriegsschauplatze, um durchdie Vermittelung der britischen Regierung, der VerbündetenChristina's, den Vertrag in's Leben zu rufen, der den Kriegs-gefangenen Leben und Auswechselung sicherte. Die Carlistenempfingen freudig seine Antrage; die Christines zögerten und

*) Alles buchstäblich. So führte auch Zumalacarregui, da er inBitoria eingedrungen, eine Anzahl Gefangene fort; unterwegcserfuhr er, daß Einige der Seinigen, die in den Händen der Gar-nison geblieben, erschossen seien, was natürlich den sofortigen Todder Christinos zur Folge hatte.