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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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Sandebene betraten, auf der, so weit das Auge reichte, keinHaus, keine Höhe, nur hie und da Fichtengehölz zerstreut sichzeigte, als bei drückender Gluth der Sonne im aufquellendenStaube weder Quelle noch Brunnen gefunden ward, den bren-nenden Durst zu löschen; da wurde die Marschcolonne immerlänger und länger, und die Bataillone mit Ausnahme des I.von Navarra, welches geschlossen den Nachtrab bildete, lösetensich endlich ganz auf, da die Soldaten rechts und links sich zer-streuten, um Wasser zu suchen und zugleich die Staubwolkendes Weges zu vermeiden. Wie eine große Schafhecrde durch-kreuzte die Division die Ebene, als hinter uns Waffen undHelme durch den Staub blitzten: die feindliche Cavallcrie nahetein scharfem Trabe und war im Begriff, sich auf uns zu werfen.Ein ungeheurer Schrei des Schreckens ertönte weit hin über dieFlache, und die Freiwilligen rannten in kleine Haufen sich zuvereinigen, während ich im Gefolge Elio's dem 1. von Navarrazuflog, welches er sofort in Masse formirte und rechts und linksdurch die beiden Escadrone von Navarra deckte. Hätte derFeind seine sieben oder acht Escadrone in mehrere Theile ge-theilt und so auf die ungeordnete Menge sich geworfen, würdegewiß gänzliche Vernichtung uns getroffen haben; aber er ver-einigte sich in eine große Eolonne uns gegenüber und stürmtein drei Echelons zum furchtbaren Choc gegen das Carre. Elioließ die Escadronen bis auf dreißig Schritte nahen, ehe er dasCommando zum Feuer gab: sie zerstoben nach allen Seiten,dem zweiten Echelon Platz machend, welches wie das dritte raschihr Schicksal theilte, den Boden mit Menschen, Pferden undWaffen bedeckt lassend. Die Navarresen verlangten nun, dengeworfenen Feind zu chargiren, was Elio nicht gestattete, wor-auf der Marsch mit größerer Vorsicht und Ordnung fortgesetztund von der christinoschen Cavallcrie, die sich in respektvollerEntfernung hielt, nicht weiter beunruhigt wurde.

Bei der gewöhnlich so großen Scheu unserer Infanterie