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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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falls erstürmt waren, in Brand zu stecken, da ein heftiger WindFlamme und Rauch den Christines zuführte.

Die Scene war schauerlich schön: das Prasseln der hellauflodernden Flammen, das Geschrei der Kämpfenden, das hun-dertfache unregelmäßige Gewehrfeuer, von dem Donner der bei-den Geschütze in gleichmäßigen Pausen übertönt, dann die hoheKirche und das Kloster, vom Widerscheine des Feuers geröthetund von dichten Rauchwolken umwallt, aus denen in rascherFolge die Schüsse der Cantabrer hervorblitzten; rings umher dasKrachen einstürzender Mauern, das Klagegeschrei der Verwun-deten es war ein herrlich wildes Ensemble, dessen Bild tiefdem Geiste sich einprägen mußte. Da flatterte hoch über denfinsteren Massen des Forts ein WeißesFähnlein empor, und der Sil-berklang einer Trompete tönte durch den Tumult; einige Schüssefielen, dann unterbrach nur noch das Geprassel des Feuers dieTodtenstille. Eine halbe Stunde später zogen siebenhundertMann aus und übergaben ihre Waffen, da der Gouverneur unddie Officiere capitulirt hatten, wiewohl die Mannschaft laut dieVertheidigung fortzusetzen forderte; die Kirche war noch ganzunverletzt, und es gebrach der Garnison an Nichts, die auch,vielleicht aus den bravsten Soldaten der Armee bestehend, um-sonst zum Ausfalle geführt zu sein verlangte. Leicht hatte einsolcher uns verderblich werden können, da Zariategui durchausnicht die Vorsichtsmaßregeln getroffen hatte, welche solch einenVersuch hätten unschädlich machen oder auch nur unsere Ka-none decken können, für die wir übrigens nur noch ein undzwanzig Schuß hatten, als der Feind, der am Mittage unbe-waffnet nach Burgos abmarschirte, die weiße Fahne aufzog.

Durch dreitägige fast ununterbrochene Anstrengung zumTode erschöpft, stattete ich in achtzehnstündigem Schlafe der Na-tur den schuldigen Tribut ab.