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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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Seit der Rückkehr der Armee nach den Nordprovinzen wa-ren mit dem lebhaftesten Eifer und Thätigkeit die Organisationund neue Ausrüstung der Bataillone betrieben, und ganz beson-ders wurde gearbeitet, die Corps von Castilicn, bestimmt, schnellwieder den Ebro zu neuer Expedition zu passiren, auf den bestenFuß zu setzen. Die Truppen waren abgerissen und von Allementblößt angelangt, weshalb die königlichen Fabriken mit niegesehener Lebhaftigkeit mit der Anfertigung von Waffen undMunition beschäftigt wurden, wahrend von Frankreich großeQuantitäten Tuch, Schuhzeug, Schwefel und Salpeter so wiedie zur Ergänzung der Escadronen nöthigen Pferde ankamen.Zugleich wurden die vielen aus Castilien durch Zariategui her-geführten Rekruten eincxercirt, und die Anführer strebten, dieim Sommer etwas geschwächte Kriegszucht wiederherzustellen,und so den Erfolg der neuen Operationen zu erleichtern. Dameine Wunde geheilt war, bat ich gegen Ende Novembers umBestimmung zu einem der castilianischen Bataillone, um mit die-sen auszuziehen und dadurch mehr Gelegenheit zu thätigem Wir-ken zu erhalten, als ich nördlich vvm Ebro erwarten durste;

L Compagn ie des L^MLN,«ML--KMien ward mirals M^?en Pmnierlieutenant anvertraut, da der Capitain ineinem Scharmützel bei Bilbao kurz vorher getödtet war.

Am 19. December musterte der König das aus 12 Batail-lonen zu 500 Mann und aus 5 Escadronen bestehende Corpsvon Castilien zwischen Amurrio und Llodio. Hohe Hoffnungenerregte der Anblick dieser schönen Truppen, die glänzend equi-pirt, wie nie zuvor die Carlisten, und aus jungen, kraftvollenKriegern, die meistens lange erprobt, zusammengesetzt, mit en-thusiastischen Viva's ihren König begrüßten und jubelnd die

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