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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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bringt. Ich warf einen Blick aus den noch immer regungslosenArm, der jede rasche Bewegung mir hemmte: es war unmög-lich, der Versuch wäre Tollheit gewesen und mußte augenblick-liches Verderben nach sich ziehen. Langsam, in hoffnungslosemSchmerze folgte ich den Gefährten.

Der Marsch durch die Mancha war unhcilsvoll gewesen.Mehrere Gefangene, auch ein Soldat der Christines, waren vonder sengenden Hitze erstickt todt auf der Heerstraße niedergesun-ken, andere starben erschöpft in den Nachtquartieren oder in denDörfern, in denen sie mußten zurückgelassen werden, und dieHospitäler aller Städte, die wir durchzogen, wurden angefülltdurch die Unglücklichen, welche in ihnen die Kraft zu weiteremMarsche, weiterem Dulden suchen sollten. So wie wir aber dieSierra morena erstiegen hatten, fühlten wir uns neu belebt durchden Hauch der milden, lieblichen Lüfte Andalusien's, dessenSchönheit ich, ach! nur ahnen durfte; selbst als Gefangenerempfand ich den Reiz des herrlichen, nie genug gerühmten Lan-des. Ich bewunderte la Carolina, nebst mehreren anderen Städt-chen am Fuße des Gebirges von deutschen Ansiedlern erbaut,regelmäßig mit schnurgeraden Straßen und freundlich winkendenHäusern. Wenn gleich die jetzigen Bewohner der Geburt undder Sprache nach Spanier sind, tragen doch die reichen Gefilderings umher das Gepräge deutscher Thätigkeit und Sorgfalt, diemit den einfachen Sitten ihrer Vorfahren in den Nachkommenfortleben. Dann rasteten wir einige Tage in Baplen, wo Du-pont's Divisionen den Spaniern sich ergaben, überschritten beiAndujar den Guadalquivir und zogen dem alterthümlichen Cor-dova zu, welches einst die siegreichen Carlisten in seinen Mauerngesehen hatte. Einen Tag brachten wir dort in eben dem Fortezu, in dem die Besatzung vor Gomez die Waffen streckte, da es,ein ausgedehntes massives Gebäude, nun als Gefängniß benutzt