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XVII.
Don Rasael Maroto, in Andalusien geboren, diente imUnabhängigkeitskamp^v^gegen Napoleon und spater in den Co-lonien gegen die Insurgenten, in welchem Kriege er bis zu demGrade von Brigadier stieg. Auch er sog dort die niedrigen,selbstischen Ideen und Grundsätze ein, die in allen Generalenund Chefs, welche in jenen Kriegen gegen die ausgestandenenAmerikaner ihre Schule machten, mit seltenen Ausnahmen soauffallend sind und später in Unbeständigkeit, Bestechung undVerrath sich kund thaten. Bei seiner Rückkehr nach Europahatte Maroto umsonst das Kommando einer Brigade in derGarde zu erlangen gesucht; der Graf de Espana, damals Chefdes Garde-Infanterie-Corps, wußte die mächtige Fürsprache,welche die schöne Frau des Brigadier ihm erlangt hatte, zu ver-eiteln, indem er dem Könige vorstellte, daß Maroto vorher selbstein Kriegsrecht fordern müsse, um über sein Benehmen bei demschimpflichen Ende jenes Feldzuges sich richten zu lassen. Baldnachher war er genöthigt, jene Frau, eine reizende, sehr reicheAmerikanerinn, nach ihrem Vaterlands zurückzusenden, da sichfand, daß er mit ihr sich verheirathet hatte, während seine ersteFrau vergessen in Spanien lebte. — Maroto vereinigt mit nie-drigen Gesinnungen hohe Talente; er ist fest, unbeugsam inseinem Willen, energisch in der Ausführung des Beschlossenenwie ohne Bedenken bei der Wahl der Mittel, dabei mit durch-dringendem Verstände und herrischem Temperament begabt.Sein Äußeres und sein Benehmen üben auf die Umgebung,besonders aus die Frauen, so mächtig in Spanien, eine unwi-derstehliche Gewalt: diese tief liegenden, dunkel glühenden Au-gen scheinen die Macht jener Schlange zu haben, deren Blickdie zitternden Opfer fesselt und anzieht.