versuchten: Morella, Solsona und Estella sollten belagert wer-den. Der Ausgang des Unternehmens gegen Morella ist be-kannt; die Armee des Centrums hat ihre frühere Überlegenheitüber Cabrera's Truppen seit jener Zeit nicht wieder erlangt.Später werde ich darauf zurückkommen.
Estella also sollte genommen werden. Doch wollte Espar-tero vorher theils einen Versuch gegen das Castell von Guevara*)machen, wozu der Umstand des gerade eingetretenen Wechsels imCommando ihm sehr günstig sein mußte, theils auch die Auf-merksamkeit der Carlisten auf den entgegengesetzten Theil desKriegstheaters ziehen. Er zog mit 18 Bataillonen und einembedeutenden Belagerungspark nach Vitoria, in dessen Angesichtjenes feste Bergschloß liegt, das als Stützpunkt und Depot deralavesischen Division, wie durch seine Festigkeit und Lage vonhoher Wichtigkeit war. Maroto eilte mit mehreren Divisionenvon Estella herbei und stellte sich in vortheilhafter Position dieSchlacht anbietend auf; doch Espartero hielt nicht für gerathenanzugreifen, und da er umsonst durch Marsche und Contremär-sche den carlistischen Feldherrn aus seiner Stellung zu locken,über die eigenen Absichten ihn zu täuschen gesucht, ging er raschauf Logrono zurück und verkündete nun, durch die Division derRivera unter Don Diego Leon auf mehr denn 3000V Mannverstärkt, daß er unverzüglich Estella nehmen werde. Marotothat seinerseits Alles, um diese Stadt in den möglichst bestenVertheidigungszustand zu setzen: die Forts wurden verstärkt, alleZugänge verschanzt und selbst die Straßen mit Abschnitten undBarrikaden versehen, während fast alle nicht waffenfähigen Ein-
*) Guevara lag malerisch auf einer hohen Bergkuppe und war sorg-fältig befestigt. Mit dem Fernglase sah man von dort aus jede Be-wegung der Truppen in Bitoria, selbst die Einwohner in den Straßen,und das ganze Alava bis zum Ebro lag dem Blicke offen. Es-partero ließ es am Ende des Krieges sprengen.
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