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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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in der von Cabrera's Armee mehr Individuen im Depot sichbefanden, als nach Valencia gesandt wurden; so war es un-möglich, ihn in die Liste einzuschicken, da alle Welt wohl wußte,daß jener General nie einen andern Officier auswechseln würde,so lange ein einziger der seinigen in der Gefangenschaft schmach-tete. Mit innigem Schmerze schied ich von dem Freunde.Als wenige Monate später der Übertritt Carls V. nach Frank-reich die Hoffnung auf glücklichen Ausgang des Krieges nachder Katastrophe von Bergara vernichtete, und da sie die Aus-sicht auf Befreiung ganz schwinden machte, erlangte Pranginsdurch den Consul den Paß nach der Heimath und trat in dieDienste des Königs von Sardinien zurück.

Espartero hatte mit möglichster Energie die Zurüstungenfür die beschlossenen Operationen betrieben, ohne jedoch den Au-genblick der Verwirrung, die jener Gewaltstreich von Estella her-vorbrachte, irgend zu benutzen; erst im April, da der Frühlingmilderes Wetter brachte, begann er die Bewegungen gegen dieForts, welche das erste Ziel seines Angriffes sein sollten. Ma-roto stellte sich den 35000 Mann der Christinos mit vierzehnBataillonen, kaum 9000 Mann, entgegen. Übrigens war Allesunter den beiden Generalen auf das beste geordnet.

Früher sagte ich, wie Maroto während des Winters durchdie Anlegung mehrerer befestigter Punkte seine Herrschaft nachAlt-Castilien hinein ausgedehnt und zugleich Vizcaya gegen An-griffe von Westen her gedeckt hatte; die hauptsächlichste dieserBefestigungen war die des Fleckens Ramales in der ProvinzSantander, über dem ein sehr starkes, regelmäßiges Castell er-richtet war. In dem Orte war eine Kanonengießerei, die beider Annäherung der Christinos zurückgezogen wurde. Aller jenerfesten Punkte sollte also Espartero sich bemächtigen, um dannnach Vizcaya vordringen zu können; Maroto zog sich vor den