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Der Aragonese wird übrigens mit eben der Festigkeit gegeneine feindliche Beste geschlossen zum Sturm vorgehen, mit derer als Lirailleur Stunden lang Schuß auf Schuß mit demgegenüberstehenden Gegner wechselt, in Masse sormirt die Ca-vallerie bis auf zwanzig Schritt sich nahen läßt oder auf derBresche mit unerschütterlicher Kaltblütigkeit dem Andränge desstürmenden Feindes sich entgegenstcmmt. Doch wird er sichoft ohne Nutzen aufopfern, um nur nicht weichen zu müssen.
Ganz verschieden von dem Sohne des rauheren Aragon ist hder Valenciancr. Leicht und gewandt ist er furchtbar im erstenSturm des Enthusiasmus, der aber eben so rasch verfliegt und 'dann gänzliche Erschlaffung zurückläßt; weichlich, wie Klima undLebensart natürlich ihn machten, ermüdet er schon, wo seinaragoncsischer Camcrad, der zwar anfangs langsameren Schrittesihm folgte, der inwohnenden Kraft wahrhaft sich bewußt wird.Im Valenciancr ist Nichts fest und entschieden: er schwanktwie das Rohr vor jedem Winde und folgt augenblicklich demeben gegebenen Impuls, um durch den nächsten in vielleichtganz-entgegengesetzte Richtung sich werfen zu lassen. Er istscharfsinnig und listig, ohne Treue und Glauben; ein Wortreizt ihn zu brausendem Zorne, und er stürzt sich auf den Be-leidiger, das lange Messer ihm durch die Brust zu stoßen; abereben so rasch besinnt er sich, zieht sich lächelnd zurück und —erwartet den wehrlosen Feind hinter einer Ecke verborgen, umim Dunkel der Nacht unbestraft seine Rache an ihm zu kühlen.
Die valencianischen Truppen taugen nur zum ersten, raschenAngriff, wenn die Entscheidung augenblicklich herbeigeführt werdenkann; so sind sie auch wohl zu dem unregelmäßigen Gefechteder ursprünglichen Guerrilleros geeignet, *) denen der Kampf
*) Dagegen taugten sie zu solchen nicht so gut, weil sie die Strapatzeneiner solchen Kriegsart nicht zu ertragen wußten.
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