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während Cspartero zu den bisherigen Carlisten sprach, die end-liche Aussöhnung preisend und die Segnungen des Friedens, dernun das so lange verwüstete Land beglücken werde. Dann wur-den die Gewehre zusammengesetzt, die Soldaten, dem Beispieleihrer Anführer folgend, umarmten sich und begrüßten sich alsBrüder, um endlich vermischt die Erfrischungen einzunehmen,welche zur Feier des Tages herbeigeschafft waren. — So hatteMaroto seinen Verrath vollbracht!
Nach dem Vertrage, der für die Provinzen Vizcaya undGuipuzcoa allein abgeschlossen war, da die Truppen der andernProvinzen sich nicht unterworfen hatten, sollten sie die HerrschaftChristina's anerkennen, wogegen ihre Privilegien aufrecht erhal-ten würden. Den Officieren - der überlieferten Divisionen wur-den ihre Grade und Decorationen bestätigt, und die Verwundetenbekamen Pensionen, die Truppen aber sollten die Waffen nieder-legen und in die Heimath sich zurückziehen, wenn sie nicht etwaMprzögen, in die christinosche Armee überzutreten. DiejenigenOfficiere, welche Spanien verlassen wollten, bekamen vierrnonat-lichen Sold ausgezahlt. Sehr Viele, welche getäuscht oder durchGewalt nach Bergara hingezogen waren, verlangten sofort denPaß nach Frankreich.
Später sah ich mehrere Officiere und Soldaten der Batail-lone von Castilien, die so schmählich in diese Umarmung sichverwickelt sahen und die erste Gelegenheit benutzten, um zu ent-fliehen und den Heeren von Katalonien und Aragon sich anzu-schließen. Die Gefühle der Verkauften wage ich nicht zu schil-dern. Die Basken freilich, denen ja stets ihre ProvinziallrechteHauptmotiv und Hauptziel des Krieges waren, beruhigten sichbald, da die Bewahrung derselben ihnen zugesichert war, undhingerissen, wie der Soldat so leicht es ist, durch den Einflußder Chefs, denen zu gehorchen sie so lange gewohnt »waren.Aber die Castilianer, sie, die kein eigennütziges Streben,, keinindividuelles Interesse in die Reihen der Carlisten führte, wahr-