der Vocal mir starr in die Augen, dann erwiederte er mit kurzem,widerlich aus der Gurgel tönenden Lachen: »oarcho, der Alte istweit von hier; gehen Sie nur zum Gouverneur.« Und da ich,mich nur vorn Grafen abhängig erklärend, immer noch zauderte,rief ein Anderer mit dem gemeinsten unter allen den gemeinenFlüchen, die dem spanischen Militair auch der höchsten Gradeso vertraut sind: »Stich den trotzigen Hund nieder!«
Das war schon klarer, besonders da er, den mächtigenSchleppsäbel ziehend, mir nahete, und da ich mit Cataloniernzu thun hatte. Ich griff daher zum Mantelsack, in dem meinePistolen sich befanden; doch kaum erblickten ihn die Herren, alser mir schon mit dem Bescheide entrissen war, es dürfe Nichtsaus dem Hause entfernt werden. So ging ich denn auf dieStraße, wo ich zu meinem Erstaunen weder die Wache nochdie Burschen antraf, wohl aber viele Minones, sonst die stetenBegleiter des Generals.
Der Gouverneur wies mir mit der Erklärung, der Grafsei während der Nacht abgereiset, ein Logis an und versprach,für meinen Mantelsack zu sorgen; ich empfing ihn am folgendenTage, die trefflichen Pistolen aber waren auf immer verschwun-den.
Augenscheinlich theilte alle Welt meine Ungewißheit undUnruhe über die Vorfälle jener Nacht. Auf der Straße sahman wenige Menschen, und diese eilten rasch an einander vor-über, nur flüchtig und wie verstohlen sich begrüßend. Jeder-mann sprach flüsternd, als fürchte man überall Horcher, unddennoch wagte auch so Niemand über das zu reden, was einemJeden am schwersten auf dem Herzen lag. Ängstliche Be-klommenheit, wie wenn furchtbares, unvermeidliches Verderbendroht, schien auf Allen zu lasten; dazu kam Mißtrauen unddie Furcht, durch ein unüberlegtes Wort dem Zorn und derRache von Feinden sich auszusetzen, die man doch nicht kannte.
Zugleich durcheilten einzelne Männer geschäftig und mit