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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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530
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und Wochen lang war er in den unzugänglichen Klüften zurFristung des Lebens auf Kastanien und süße Eicheln beschränkt.

Am Abend des dritten Tages nach dem Abmärsche vonPinos dehnten sich wieder die fruchtbaren Auen des Ebrovor uns aus, und während meine Begleiterinnen nach herz-lichem Abschiede den Fluß entlang freudig ihrem heimathlichenDorfe zuschritten, trug mich die Fähre nach dem befreundetenFlir zurück.

Da erhielt ich denn trübe Nachrichten, wie ich freilich nichtso rasch sie erwarten konnte: Espartero stehe mit seiner ganzenArmee nur wenige Stunden von Morella und Cantavieja ent-fernt, und stündlich werde der Angriff auf eine der bedrohetenFestungen erwartet; Cabrera mit einem Theile seiner Truppenhabe sich dem so unendlich überlegenen Feinde beobachtend ent-gegengestellt. Meine Absicht, einen Tag im reichen Flix zuruhen, war vereitelt, da ich vor Anbruch des Tages schonweiter eilte, um zu rechter Zeit zum Kampffeste anzukommen.

Doch wie ich vorwärts schritt, blieben die Nachrichtenmerkwürdiger Weise stets dieselben. Espartero war immer einigeStunden von Morella entfernt, Cabrera ihm ganz nahe, unddie beiden Heere schauten müssig sich an. Diesen Stillstandmußte freilich unser braver General schon als hohen Sieg be-trachten; seit Jahren nur gewohnt, zu vertheidigen und zudecken, hatte Espartero wohl vergessen, daß er anzugreifen undzu erobern hieher gekommen war, oder er mochte es schwer fin-den, für die Lieblingsmethode, durch die er die Nordprovinzenohne Kamps und ohne Gefahr sich unterwarf, in Aragon so-gleich bereitwillige Werkzeuge zu finden.

Da hielt denn der Siegesherzog mit seinen Sechzigtausendinne vor wenigen Bataillonen unserer Treuen, und ungewiß,wie die ihm neue Aufgabe des Erkämpfens mit den Waffen in