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ständigen Gehalt mir auszahlt.« Und dann versprach er Alles,um , so wie wir den Rücken wendeten, ganz nach seinemKopfe zu handeln. --
Trotz der Befehle des Obersten von Niahden und trotzunseres Ärgers, den er mit stoischer Ruhe aufnahm, brachteer es wirklich dahin, daß Cantavieja im Frühjahr als unhalt-bar geräumt und gesprengt wurde, da, als der interimistischeDirector des Corps während der Abwesenheit des Herrn vonRahden, Oberst Alzaga, der bis dahin die Dinge gehen ließ,wie sie wollten, sich endlich entschloß, dem General den jämmer-lichen Zustand der Festung anzuzeigen, der Feind bereits seinBelagerungsgeschütz heranschleppte.
Wir fanden den General im Kreise seiner Adjudanten undanderer Officiere am Caminfeuer sitzend. Es war mir dochpeinlich zu Sinne, da ich wieder mich ihm vorstellte; die blaueBrille, welche früher so Übeln Eindruck gemacht, hatte ich,wiewohl ich ihrer schon selten mich bediente, wieder aufgesetzt,nicht wünschend, daß ihr Weglassen einem niedrigen Beweg-gründe zugeschrieben werde. Cabrera empfing mich mit: »Wie,schon zurück!« und schlug die Bitte des Obersten von Rahden,mich zum Geniecorps zu bestimmen, mit der Bemerkung ab,daß durch dieses wissenschaftliche Corps schon zu viele Officiereden Bataillonen entzogen wären. Dennoch erlangte der Oberstbald, indem er von meinen Leiden in der Gefangenschaft undvor Allem von den schweren Wunden sprach, was nie ver-fehlte, Cabrera günstig zu stimmen, daß ich dem Corps aggre-girt und selbst zu seinem Adjudanten ernannt wurde, wasmich doppelt erfreute, da ich so mit dem verehrten Landsmannvereinigt blieb. Hätte ich gcahnet, daß er sobald Aragon ver-lassen würde, so hätte ich freilich der Ansicht treu, die ich beimeinem Eintritt in Spanien aussprach, vorgezogen, ferner inder Infanterie fortzudienen.
Auch hier äußerte Cabrera wiederum, daß die Brillen ihm