559
Die Leitung dieser Arbeiten auf Sän Pedro Martyr wardmir übertragen, so wie ich die kürzlich begonnene Befestigungvon Villarluengo vollenden und abwechselnd mit dem CapitainVerdeja Cantavieja inspiciren sollte. Diesem wurden die FortsAres del Mcstre und Culla südlich und dem Capitain ZimenezCastillote und Penaroya nördlich von Morella zugetheilt, wäh-rend der vierte Capitain Don Manuel Brusco in den Festun-gen jenseit der Heerstraße von Teruel nach Segorbe befehligte.Die Subalternofficicre und Werkmeister, so wie die Compagniendes Sappeurs-Bataillons waren dem Bedürfnisse gemäß unteruns vertheilt.
Im ersten Augenblicke fühlte ich mich etwas unsicher inmeinem neuen Wirkungskreise. Wenn ich auch in früherenVerhältnissen viel mit der Theorie der Befestigungskunst michbeschäftigt und in Spanien mehrfach Gelegenheit gehabt hatte,mich in ihr praktisch auszubilden, konnte ich doch unmöglichmeine Kenntnisse für hoch genug anschlagen, um mit Ruhe soVerantwortungsschweren Aufträgen mich zu unterziehen. Dazufehlten wissenschaftliche Bücher ganz, so wie Instrumente soselten waren, daß ich selbst einen Zirkel von Holz mir anfer-tigen mußte. Indessen der Würfel war einmal geworfen, undich konnte nur streben, durch Thätigkeit das etwa Mangelndezu ersetzen. Thätigkeit aber war im erschöpfendsten Maße noth-wendig, da ich wöchentlich zwei Mal von Morella nach Billar-luengo und zurück und alle vierzehn Tage nach Cantavieja zumimmer gleich unnützen Strauße mit dem Obersten Cartagenareisen mußte und überall der Arbeit im Übermaß fand. —Doch sollte ich noch einige Wochen unverhoffter Weise freibleiben.
Wenige Tage nach des Herrn von Rahden Abreise wardich zum General gerufen und bekam die Ordre, auf den Nach-mittag marschfertig zu sein , da ich ihn begleiten würde; er ent-