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einst für die Christines bei ihm spionirte. Da erfuhr ich, daßim Jahre 1837 ein Franzose, der gleichfalls eine Brille getragen,als «exaltirter Carlist von Madrid zu der Armee gekommen, baldaber als Emiffair der usurpatorifchen Regierung entdeckt underschossen war!
Wir traten den Rückmarsch an. In Orta erhielt Cabreradie Rapporte der verschiedenen Corps über den Etat der Ba-taillone und Escadrone. Mit Thränen im Auge rief er aus:»Wie kann ich meinen treuen Burschen so viel Hingebung undFestigkeit vergelten; nicht ein einziger ist seit dem AnmärscheEspartero's desertirt! Dagegen,« und die ausdrucksvollen Zügeverfinsterten sich, »sind drei Officiere übergegangen, von denenzwei die Sassen ihrer Bataillone mitnahmen. Ich muß wiedereinmal ein Dutzend solcher Spitzbuben erschießen lassen.« Zuseinen Adjudanten.gewendet, fügte er hinzu, daß sie zuerst dieReihe treffen würde, da er am wenigsten um seine PersonSchurken duldete. »Wer kein gutes Gewissen hat, der mache,daß er fortkomme!« — Einer jener Officiere wurde kurz nach-her bei einem Überfall, den einige Bataillone von Valencia aufeinen Convoy ausführten, von seiner eigenen Compagnie gefan-gen und sofort füsilirt.
Nachdem wir auch Penaroya besucht und die Vorarbeitenfür die Befestigung angeordnet hatten, ritten wir über Mon-royo auf Aguaviva, eine kleine Stunde von dem vom Feindebesetzten Mas de las Matas entfernt, dem wir sofort uns nä-herten, von zwei Compagnien Schützen des Obersten Bosquebegleitet. An der Spitze von zehn oder zwölf Ordonnanzenflog der General voraus und traf etwa tausend Schritt von demDorfe auf ein unglückliches Detachement, das, aus einer halbenCompagnie und sechszehn Pferden bestehend, auf die Kunde von
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