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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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schußweite von einer durch eine Ebene mit ihr verbundenm Er-höhung beherrscht, die demnach mit mehreren Forts/der eigent-lichen Angriffssronte, gedeckt wurde. Es war nun durch die Feh-ler des ursprünglichen Planes und durch die allmälig vorge-nommenen Änderungen und Nachhülfen *) ein Flickwerk ent-standen, welches endlich nicht mehr den Namen einer Festungverdiente und aus einer Anhäufung von Mauern, Graben, Ca-ponieren, Traversen und sonderbar gestalteten, namenlosen Din-gen bestand, die wechselseitig einander hinderten und unnützmachten.

Die Carlisten thaten also das Klügste, was ihnen übrigblieb, als sie die Titulair-Veste bei dem Anmärsche O'Denncll'sam 1l. Mai räumten und sich auf Morella zurückzogen.

Dieser General fand die Stadt in Flammen: die männ-lichen Bewohner hatten sämmtlich als voluirturios rsalmtas dieWaffen ergriffen und setzten, mit Weib und Kind abziehend,selbst ihre Wohnungen in Brand, um sie nicht dem Feinde zuüberlassen. Die großen Fabriken und Magazine waren schonnach Morella verlegt, die Artillerie jedoch wurde, da der Ent-schluß zur Räumung erst im letzten Augenblicke gefaßt war, ver-nagelt zurückgelassen. Ein unersetzlicher Verlust!

O'Donnell zog darauf nach dem nördlichen Valencia unddem Ebro zu, um in Cabrera's Rücken zu operiren und vondem Flusse ihn abzuschneiden, traf aber bei la Cenia auf diesenGeneral, in dem dort ein Überrest des alten Feuers noch ein-mal leider ohne weitere Folge aufzulodern schien. Erbewährte, was er vermocht hätte. Nach siebenstündigem furcht-baren Ringen aus dem den Christines nicht ungünstigen Ter-

') Des Herrn von Rahden Plan war nach dessen Abreise von demeigensinnigen Cartagena trotz aller Remonstrationen gar nicht weiterbeachtet.