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Escadromen, 4200 Mann Infanterie und über 700 Pferde, unterAre valo. u nd Palacios vereinigte. —
Narchdem dre Truppen bis gegen Abend geruht hatten, solltedann Mährend der Nacht die Heerstraße von Madrid nach Za-ragoza, auf der am Tage vorher die Königinn Wittwe mit ihrenTöchterm nach dieser Stadt gereiset war,*) so wie die von Zi-guenza in jene einmündende Chaussee passirt werden, woraufwir balld mit Valmaseda, der zweihundert Reiter und ein hal-bes Bartaillon commandirte, uns zu vereinigen und den Durch-zug durcch Navarra nach der Gränze zu erzwingen hofften.
Deer Wunsch, mit Brusco und den Meinen vereint zu sein,trieb milch nach Coveta, wo ich mit Arevalo's Colonne sie zufinden !hoffte. Wie groß war mein Staunen, mein Schre-cken, dar ich erfuhr, sie seien nicht dort, und von Arevalo aufmeine Fjrage hörte, die Garnison von Canete sei zurückgeblieben,damit micht die ganze Macht des Feindes sofort auf die Abzie-henden sich werfe! Ich flog wieder nach dem Villar, wo dennPalaciors nach dringendem Forschen mir endlich erklärte, daß derGouvermeur jener Festung von dem Beabsichtigten gar nicht inKenntniiß gesetzt sei.
Mcein Unwille bei solcher Eröffnung ist leicht zu begreifen:auf die niedrigste Art waren ja die Unglücklichen von ihren Ge-fährten verlassen, deren Rückzug sie durch die eigene Vernichtungsichern sollten. Augenscheinlich hatte der Umstand, daß dieMannscchaft des Obersten Gil zum Theil unbewaffnet war, vielzu Pallacios' Entschluß beigetragen. Als ich ihm nun sagte,daß ich) nie meine Cameraden auf solche Art verlassen würde,auch dmrch meine Pflicht, so lange Canete besetzt sei, dorthingerufen werde, antwortete er achselzuckend mit dem spanischenSprichnvorte, daß die Freundschaft aufhöre, wo es sich um den
*) Dächer behaupteten die Christines, daß Palacios diese Fürstinnenhalbe aufheben wollen, was gänzlich falsch ist