ergreifenden Maßregeln, als einige Flintenschüsse aus nahemGebüsch zu unserer Rechten uns aufschreckten; die Kugeln schlu-gen zwischen und um uns nieder, Steinsplittern über uns aus-schüttend. Im nächsten Augenblick ertönte eine zweite stärkereSalve gegenüber, und dicht umschwirrten uns die Geschosse,wahrend eins der Maulthiere verwundet zusammenstürzte. Hun-derte von Christines erschienen mit wildem Geschrei auf demnur durch eine unbedeutende Schlucht von uns getrennten Bergeund suchten raschen Laufes uns abzuschneiden. Die Gefahrwar dringend. Ich sprang vom Pferde, welches auf dem steilenFelswege nur langsam vorwärts konnte, und schrie den Führernzu, das Gepäck zu ergreifen und zu fliehen; sie aber standenzitternd und riefen mit der Stimme des Entsetzens: »xor vios,Illisoi'ioorckisl« Nur der brave Bauer zagte nicht. Er undMarco ergriffen die ihnen bezeichneten Effecten, während ich desLetzteren Gewehr nahm und abfeuerte, worauf wir, Pferde,Maulthiere und Führer zurücklassend, den Berg hinauf flogen,weithin von den Kugeln der Feinde verfolgt.
Nach halbstündigem, furchtbar erschöpfendem Laufe, bei demwir fortwährend die Gewehre der Christinos blitzen sahen undihr Geschrei zur Rechten und zur Linken hörten, barg uns derBauer in einer Waldung auf einem isolirten Berggipfel, andessen Fuße seine Masada lag. Er eilte dann davon, uns Was-ser zu bringen, da wir vom glühendsten Durste verzehrt wurden,und Nachrichten über die feindlichen Truppen einzuziehen. AufAlles gefaßt lud ich das Gewehr; vertheidigungslos wollte ichuns nicht schlachten lassen.
Schrecklich war meine Lage, aber zu meiner Freude fühlteich mich vollkommen ruhig und besonnen; nachdem ich ausder Charte der Provinz, die ich wenige Tage vorher von Ma-drid erhalten, mich orientirt hatte, gedachte ich der Heimath und^so vieler Lieben in ihr, und mancher glückliche Tag, der mit