Band 
Erster Band.
Seite
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um seine Mutter, die vcrwittwete Herzogin vonOrlcans zu besuchen, weil Leute, die vermuthlichVcrläumduugcn auszustreuen stets bereit waren,der spanischen Majestät die Furcht beigebrachthatten, sein Vetter könnte wohl mit dem Gedan-ken schwanger gehen, sich an die Spitze derUnzufriedenen zu setzen, die Ordnung der Thron-folge umstoßen und die Regierung in seine eigeneHände reißen zu wollen.

Solcher Argwohn lastete schwer auf dem Her-zen des Herzogs von Orlcans; unermüdlich warer in dem Verlangen sich gänzlich davon zu rei-nigen und bei solcher Gelegenheit geschah es, daßer folgende edle Worte zu Ferdinand IV. sprach:„je größer meines Vaters Fehler gewesen sind,um so mehr muß mein Bestreben dahin ge-richtet seyn, der Welt den Beweis zu liefern,daß ich seine Vcrirrungen keineswegs theile.Sie haben zu großes Unglück über meineFamilie gebracht!«

Baldigst war es dem Herzoge vermöge seines un-umgänglichen Charakters und seiner vielleicht etwasübertriebenen Höflichkeit gelungen, die Zuneigungseiner neapolitanischen Verwandten zu erringen;