Band 
Dritter Band.
Seite
143
JPEG-Download
 

14S

*

zcugung, allein einem Manne gegenüberstand,dessen Rede so hinreißend, dessen Geist so frucht-bar, dessen DiskussionStalcnt so erfinderisch war,ihren Boden Fuß für Fuß vertheidigt. Im Laufeder Unterredung sprach sie folgende Worte aus,welche verdienen durch die Geschichte aufbewahrtzu werden: »Ich bin hierher gekommen, weil ichwill, daß mein Sohn Alles seinem Frankreich,nichts aber dem Auslande verdanken soll; dennmuß er den Thron von Frankreich erkaufen durchdie Abtretung einer Provinz, einer Stadt, einerFestung, eines Hauses, ja selbst um eine Hüttewie diese hier, so gebe ich Ihnen mein Wort alsRegentin und als Mutter, er wird nie König vonFrankreich werden.

Als Bcrrycr die Herzogin verließ, war siemüde vom Streiten, ohne überzeugt zu seyn.Sie sagte ihm, daß er am andern Tage ihre Ant-wort in Nantes erhalten würde, und bcnützte denRest der Nacht zum Nachdenken über den ernstenGegenstand. Am andern Tag erklärte sie, daßihre Partei nicht ohne Hülfsmittel, daß ein Rück-zug aber schimpflich sey und daß sie es auf dieEntscheidung der Waffen ankommen lassen wolle.