Band 
Dritter Band.
Seite
261
JPEG-Download
 

261

Gange von der hohen Schloßsrraße nach derCitadelle. So sagte sie zu dem achtungswürdigenGuibourg vor vielen Leuten: „Sie verlieren zumzweiten Male ihre Freiheit, aber sie bleiben wenig-stens bei mir.«

So fand die Herzogin tröstende Worte fürAlle: für ihren Sohn, dessen Sache sie verfochtenhatte; für Frankreich, das sie vor einer fremdenEinschrcitung bewahren wollte; für ihre Freunde,welche sie zu rechtfertigen gesucht hatte; an sichselbst dachte sie immer zuletzt.

Sie war besiegt und gefangen; aber in ihremUnglück und in ihrer Gefangenschaft fand sieTrost. Wenn diese letzte Prüfung ihr bewiesenhatte, wie weit Verrath sich erniedrigen kann,so zeigte ihr eben diese Prüfung aber auch, wiehoch sich Treue erheben könne. Ihre sie umgeben-den Freunde machten sich eine Ehre auS der Ge-fangenschaft, die sie mit ihr theilen dursten. IhreWirthinnen, anstatt an die ihnen drohenden Ver-folgungen zu denken, baten unter Thränen umdie Erlaubniß, von der Herzogin Abschied nehmenzu dürfen. Was sollen wir weiter sagen! hattensich auch Thiers und der Jude Dcutz verstanden.