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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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I. Periode. I. Theil.

England, Oestreich, das deutsche Reich,der Pabst und die Pforte, die Hauptgliederdesselben. Durch ste wurden die politischen VenHaltnisse bestimmt; und man könnte sie vergleüchungsweise gegen die übrigen, die passiv warenoder doch bald wurden, die activen Mitgliedernennen.

Spanien hatte unter Ferdinand und Jsabell»unter jenen Reichen die glänzendste Zukunft vor sich. Dievorbereitete Vereinigung Aragons, (wozu auch Sieilie»und Sardinien gehörte;) und Castiliens durch ihre He»>rath 1469 legte den Grund zu feiner innern Stärke; unddie Entdeckung Amerikas eröffnete ihm unermeßliche Aus'sichten. Doch war es eigentlich die Eroberung Gra-nadaS welche den Narionalgeist weckte; abc>auch den Königen, hauptsächlich durch ihre Inquisition,den Weg zu der Allgewalt bahnte, ohne daß eben deß'halb die Form der ständischen Verfassung (Carre,) stbald verändert wäre.

Nicht geringere Vortheile, (die Entdeckungen abge-rechnet), genoß Frankreich. Wenn gleich damals noäum vieles beschränkter au Umfang, doch durch die Acqui-sition von Bretagne durch die Heyrath Earl's VIII. rgylarrondirt, war durch die Politik Ludwig's XI., und de»Fall des letzten übermächtigen Vasallen Earl's des Küh-nen von Burgund 1477 , die königliche Macht so fest wieirgendwo gegründet, «nd die Macht der Stande <Lrat>ßsnersux) bereits sichtbar im Sinken. Aber welche Vor-theile hatte Frankreich, als Hauptglied eines Staate»'systems betrachtet, nicht auch schon durch seine geographi-sche Lage vor den übrigen voraus?

Auch in England hob sich die königliche Macht unketHeinrich VII. 1483 1529. nach Beendigung der Kriegt

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