i. Hand. u. Streit, üb. Jtal. 5494 -1515. 29
me, Gefangenschaft, 10. Ayr. i;<x>, worin cr sein Lebenendigen mußte. Venedig erhält Crcmona und Gbirar d'Ad-da; und für Alexander VI. schien endlich sein Wunsch derErfüllung nahe zu seyn, seinem Sohne Cesar Borgia inRvmagna ein unabhängiges Fürstcnrhum zu verschaffen.
9. Die Einnahme Maylands würde zu einemAngriff auf Neapel sogleich den Weg gebahnt ha-ben; wenn ohne eine vorläufige Ucbereinkunft mitSpanien dieses möglich gewesen wäre. FerdinandCatholicuS schloß im Geheim einen Vergleich, uman seinem Vetter Friedrich von Neapel, unddemnächst an Ludwig Xll. selber, zum Verrätherzu werden; und der Pabst versprach die Investitur.
Geheimer Theilnngstractat zwischen Ferdinand und Lud-wig XII., ir. Nvv- 1500. Leichte Ueberwältizung des be-trogenen .Honigs Friedrich, (der in Frankreich in derGefangenschaft starb;) und Einnahme des Reichs im Jul.I 5 °l.
ic>. Entstehender Zank, und demnächst Kriegüber die Theilung, weil jeder das Ganze habenwollte. Größere Verbindungen im Innern, Hin-terlist, und ein Feldherr wie Gonsalvo von Cor-dua, gaben Ferdinand das Uebergewicht; und baldbleibt Spanien im alleinigen Besitz; der durcheine Heyralh ihm gesichert wird. So hatten sichalso zwey fremde Mächte in Italien festgesetzt;Frankreich in Mayland, und Spanien in Neapel.