z8 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
talle. Die Colonisten werden in ihnen einheimisch.Sie können sehr ausgedehnt, aber als bloße Berg-bau - Colonien nicht sehr volkreich werden. 4. Han-dels-Colonien. Ihr Zweck ist Handel mit denNaturprodukten des Landes oder des Meers, (Fi-fchereyen), und den Kunstprodukten der einhei-mischen Völker. Sie bestanden anfangs nur ausNiederlassungen zu Stapelpläßen des Handels;aber durch Gewalt und List erweiterten sich diesezu Eroberungen, ohne daß doch der Hauptzweck sichänderte. Die Fremden, wenn gleich Herren, wer-den doch in ihnen zu wenig Landbesiher, um ein-heimisch zu werden. — Wenn gleich mehrere die-ser Zwecke sich bey denselben Colonien vereinigenlassen, so wird doch Einer derselben immer Haupt-zweck seyn; und nach diesem der ganze Charakterder Colonie sich bestimmen.
2. Was Colonien jeder Art für den Mut-terstaat seyn können, mußte erst eine langsameErfahrung lehren. Ohne ihren wahren Werth zukennen, gieng man aus von der Idee des absolu-ten Besihes, und der Ausschließung aller Fremden.Ob dieß Verfahren rechtlich sey, ob es auch nurrath sam sey? fiel Niemanden ein zu fragen. Wohätte man auch andere Ideen schöpfen sollen? Lei-der! aber wurde dadurch gleich anfangs dem Colo-
nial-