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Plata-Strom bereits 1555. Die Städte im Innernbildeten sich meistens da, wo vorher Bergwerke angelcgt-ivaren. — Die später sich bildenden Missionen bestehenin kleinen Ortschaften längs den Ufern der Haupt- undNebenströme, in den unermeßlichen Ebenen des Innern,aus bekehrten Indianern unter der Aufsicht von Geistlichenerrichtet.
5. Aber noch fester als die politischen Bandewaren die, welche die Religion zwischen dem Mut-terland« und den Colonien hier knüpfte. Indemdas Christenthum mit seinem ganzen äußern Ap-parat, der Hierarchie, den Klöstern, und baldauch der Inquisition, — aber auch mit der darangeknüpften wissenschaftlichen Cultur und den dazugehörigen Instituten — dahin übertragen ward,bildete sich hier mit dem politischen zugleich einkirchlicher Staat, der ganz den Königen, nichtden Päbsten, untergeordnet ward; und den Unter-gang der Cultur, und mit ihr des NationalgeisteSder einheimischen Völker zur natürlichen Folge hatte.
Beschränkung der päbstlichen Macht auf die bloße Be-stätigung der k. Ernennungen zu den geistlichen Stellen;durch die von Alerauder VI und Julius N. gegebenen Pri-vilegien; (?-rron-rßo Ikesl). — Errichtung der Erz-bisthümer, zuerst zu Merico und Lima, (zu denennoch nachmals die zu Caraccas, Santa F« di Bogota undGuatimala, kamen); «nd Bisthumer, sämmtlich mitihren Capiteln. — Abtheilung der niedern Geist-lichkeit oder Pfarrer in Curas, in den Spanischen, Doc-trineras in den Indischen Orten, und Missioncrashep den Wilden. — Die Errichtung der Klöster lag
schon