1 26 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Sraatensyft.
4. Allgemeine Ansicht der französischen Bür-gerkriege, zwar als Religionskriege, aber auch zu-gleich als Versuche der bcyderseikigcn Chefs bey derSchwäche der Könige, sich der Regierung zu be-mächtigen. Die inneren Verhältnisse des Hofessind daher eben so wichtig, als die Verhältnisseder ReligiouSpartheyen; denn die Elemente deöKriegs lagen anfangs fast noch mehr in der Eifer-sucht der Bourbons als Prinzen von Geblüt ge-gen die mächtigen Familien des Hofadels, beson-ders der Guise, als in dem Rcligionsdruck.
5. Als über einmal die Flamme zum Aus-bruch kam, und die Bourbons die Chefs der Hu-genotten wurden, konnte an keine baldige Däm-pfung des Feuers zu denken seyn, da sie zugleichdurch den Fanatismus und durch die persönlichenLeidenschaften der Anführer angefacht ward. Auchwaren die drey ersten Religionskriege eigentlich nurEin Krieg, durch Waffenstillstände unterbrochen,die man Frieden nennt, und ohne letztes Resultat,da man den Hugenotten ohngefähr immer dasselbe
i;ü2^Eder bewilligen mußte, was ihnen das Edict^7. des edeln Kanzlers L'Hospital schon vor dem' Kriege hatte bewilligen sollen. Aber der Fanatis-mus, der stets seine Zeit haben muß auszutoben,blieb im Steigen, .und so konnte in einem so ver-wirr