128 l.Per. l. Th. Gcsch. d. südl. Ellr. Stüatensyst.
letzten Valois bald wirklicher Nachfolger war, nichtAug. bloß Frankreich, sondern auch das Ausland. Ermußte seinen Thron sich erkämpfen; und fand erauch einigen Beystand bey Elisabeth, so war es dochdie Einmischung der Fremden, die den Kampfihm am meisten erschwerte und verlängerte. Konntedoch selbst seine Abschwor« ng weder PhilippII. noch den Pabst bewegen, ihre Entwürfe auf-zugeben! Aber den BourbonS blieb der Thron,weil ein großer Mann damals an ihrer Spitze stand.
Wenn gleich die Ligue bereits 1576 entstand, und auchwiederbolte Ausbrnchc 1577 und ,579 (S. und 7. Krieg)zur Folge hatte, so begann doch erst ihre volle Wirksam-keit, als seit dem Tode des Herzogs Franz von Aleu-^on (Anjou) 10. Iun. 158g. das Aussterben der Valoismit Heinrich l>>. gewiß ward. Daher ihre Erneuerung,ihr Ccntralpunkt in PariS durch die Sechzehner, und Er-zwingung des EdictS von Nemours gegen die Huge-notten 7. Jul. 1585, wovon der «te Krieg 1585 — 1595,der erst nach der Einnahme von Paris 22. März 1594 er-starb, die Folge war. Die Unterhandlungen mit dem P-Hstkonnten nur durch einen so großen Diplomatiker als derCardinal d'Ossat, glücklich beendigt werden.
7. Indem Frankreich auf diese Weise aus derAnarchie gerettet ward, war aber darum doch dieQuelle dieser Unruhen nicht verstopft. Keine derbeyden Partheyen war vernichtet; und die der Hu,genotten ohne sichere politische Existenz. Aber derFanatismus hatte sich in etwas abgekühlt; die Idee
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