»L8 l.Per. l. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
6. Die Verbreitung des Kriegs nach Nicder-sachsen, den Hauptsttz des Protestantismus inDeutschland, dessen Stände Christian IV. vonDänemark als Herzog von Holstein zu ihrem Bundeshaupt ernennen, zieht bereits, wenn gleich mitschlechtem Erfolg, den Norden herein; und ver-ursacht den Dänischen Krieg. Aber viel wichti-ger für den ganzen Gang und Charakter desKriegs, ward die dadurch veranlaßte ErhebungAlbrecht's von Wallen stein zum Herzog vonKriedland und zum Kayserlichen Obergencral überein von ihm selber errichtetes Heer. Von jetzt anmußte der Krieg vollends wahrer Revolutions-krieg werden. Die eigene Lage des Feldherrn,die Art der Bildung sowohl als der Erhaltung sei-ner Armee, mußten ihn dazu machen. War fürihn und seine Entwürfe, welche sie auch seyn moch-ten, in der alten Ordnung der Dinge Platz?
Der Dänische Krieg von 1625 — 1629. — Niederlagevon Christian V. bey Lütter am Barenberge 27.Aug.1626; während Wallenstcin den Grafen von Mansfeld vonder Elbe biö nach Ungarn treibt, wo er stirbt, zo. Nov. —Fortsetzung des Kriegs gegen Christian IV., hauptsächlichdurch Wallenstein, der sich der Ostseeländer, bis aufSlralsund bemächtigte, 162g. Friede mit ChriiHanIV. zu Lübeck gegen Restitution seiner Länder, aber Cnt- »sagnvg aller Theilnahme an den Deutschen Händeln alsKönig von Dänemark, und Ausopfemng seiner Verbünde-ten, besonders her Herzöge von Mecklenburg, 12. May1629.