D. r.Gesch.d.Zvjähr. Kriegs l6i8-r648. r?7
bergewicht Frankreichs auf immer; nicht sowohl durchdie Abtretungen, als durch die Aussichten, welchedie verabredete Vermählung Ludwig's XIV.mit der ältesten Spanischen Jnfantinn für die Zu-kunft eröffnete; die Quelle künftiger Kriege!
Lieblingswunsch von Frankreich war die Erhaltungsämmtlicher Spanischen Niederlande, gegen dieRäumung von Catalvnien. Sieg des Prinzen Cond« beyLcns Lo. Aug. 1648. Der durch die Fronde veranlaßteUebcrgang von Turenne 1650 — 1651 und von Condö 1652Oet. —1659 half den Spaniern nur auf einige Zeit. —Bereits 1653 und 1654 Uebergewicht der Franzosen unterTurenne in den Niederlande». Verbindung Mazarin's mitCromwell 2z. März 1657. Eroberung von Düukirchen undBesetzung von den Engländern 23. Jun. 1658. — Crom-well s Tod machte den Krieg von selbst aufhören. — P y-renäischer Friede 7. Nov. 1659. Frankreich erhält:1. Roussillon. 2. Mehrere Plätze an den NiederländischenGrenzen. Z. Verspricht Portugal nicht bepzustchen. 4. DerHerzog von Lotbringen, Spaniens Verbündeter, wirdzum Theil, Prinz Cond« gänzlich, restituirt. 5. Regulirnngder Handelsvcrhältniffe. 6. Bestimmung der Heyrath zwi-schen Ludewig XIV. und der Infantil! Maria Theresia.
Die Streitigkeiten zwischen Frankreich undLothringen entsprangen auS dem Haß von Richelieu undH. Carl Hl. (1624—1675) durch dessen Verbindung mitH. Gaston von Orlcans. Seitdem Streben Frankreichs sichLothringens ganz oder zum Theil zu bemächtigen; Anschlie-ßung sowohl von Carl Hl. als auch dessen Neffen Carl IV.(,675-1690), dem großen Oestreichische» Feldherrn, andas Haus Oestreich; bis dessen Sohn H. Leopold in demRyßwiker Frieden 1697 völlig restituirt ward. Frankreichmußte es empfinden, daß auch ein verjagter Fürst furcht-bar sevn kann.
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