19v l.Per. l. Th. Gesch. d. süol. Eur. Staatensyst.
sich nur durch Anleihen zu helfen. Aber das Bey-spiel dieses StaatS befestigte immer mehr die Ueber-zeugung, daß Fabriken und auswärtiger Handeldie Hanptguelle des Nationalreichthums überhauptseyen; aus dessen verkehrter Anwendung so vieleschädliche Irrthümer sich in der Folge entwickelnsollten.
14. Die Kriegskunst mußte wohl durch ei-nen Krieg wie der dreyßigjährige, und der erneuerteNiederländische, große Veränderungen erleiden. In-dessen bestanden diese noch nicht in einer Vermeh-rung der stehenden Heere. Die Feldherren warbenund entließen ihre Truppen; was Manöfeld undChristian von Braunschweig im Kleinen getriebenhatten, trieb Wallenstein ins Große. Aber Epochein der Kriegskunst machte nicht Er, sondern Gu-stav Adolph, dessen Genie eine neue Taktik schuf,die schnelle Bewegung durch weniger tiefere Stel-lung, leichtere Waffen, und verbessertes Geschützzum Endzweck hatte. Seine Brigaden schlugendie kayserlichen Regimenter, wie einst die Römi-schen Legionen die Makedonische Phalanx. — Auchin der Disciplin stellte er ein großes Muster auf;aber das Morden und Rauben ließ doch nicht ehernach, bis das eigene Bedürfniß der Verheerungeinige Grenzen sehte.
III.