D.Z.Gesch.d.Eur.Colonialw. 1618-1660. 195
Küste von America, und die Inseln des großen Oceans.Sie war in 5 Kammern getheilt; und ibr Fond betrugetwa 7 Millionen Gulden. — Reiche Caperey der erstenJahre, besonders durch Eroberung der Silberflotte 1628.— Eroberungen auf Brasilien 1630 —1640, besonders un-ter Graf Johann Moritz von Nassau seit 1636. — Aberbey der Armuth an Produkten war kein großer Handelmöglich; und wenn gleich in dem Stillstände mir demwieder selbstständigen Portugal 1641 ihre dortige» Eroberun-gen den Holländern bleiben sollten, so giengen sie doch inden nächsten Jahren wieder verloren; und die Compagniesank unaufhaltsam. — Eroberung von St. Georg dellaMina an der Afrikanischen Küste 1637. — Niederlassun-gen in Westindien , auf den Felseninseln St. Eustace 1632,Cura^ao 1634, und auf den Insel»,'« Saba 1640 undSt. Martin l6gy; nie durch die Colonisation, wohl aberdurch den Schleichhandel wichtig.
7. Die Fischereyen der Republik, sowohldie große oder Heringsfischerey, als der Walisischefang, standen zwar mit den Colonien in keinerVerbindung; wohl aber trugen sie durch die Streiktigkeiten, die mit England über den Heringsfangan der Schottischen Küste entstanden, sowohl zuden politischen Händeln, als zu den AnsprüchenEnglands auf die Meerherrschaft (s. unten) bey.
Der Streit über den Heringssang an der BrittischeirKüste ward zuerst rege gemacht von Jacob k. 1608; er-neuert von Carl I. 1635; und von Cromwell 1652; jedochbehaupteten sich die Holländer (bis auf 10 Meilen von derKüste) im Besitz. — Der Wallfischfang ward seit der Auf»Hebung der Compagnie 1645 allen frey gegeben»
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