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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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237
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r. Staatshändel in Europa i66r -1700. 2 Z 7

seinen Briefen 1 -U.) geschöpft; »nd dcS großen

Mannes würdig.

8. Unter diesen Umständen hielt tudwig XIV.bald für gerathen, den Frieden zu Achen zuschließen. Er gab nach. Aber warum vollendetendie Murren ihr Werk nicht ganz, und ließen demEroberer einen Theil der Beute? Die Aufrechthal-tung der Heiligkeit des rechtmäßigen Besißes wirdin einem Staatensystem nie zu theuer erkauft! Aberfreylich mußten sie zugreifen! und der Hauptzweckwar erreicht.

Friede zu Aachen 2. May 1668. Frankreich' behalt,2 feste Plätze an der Niederländischen Grenze, worunterDonai, Tvurnay, und Ryssel. Auch der Portugiesisch-Spanische Krieg (s. oben S.178.) endigte in diesemJahre durch den Frieden mit Spanien; iz. Jan. BlosCeuta blieb Spanien.

9. Auch nach dem wiederhergestellten Friedenblieben indeß die politischen Verhältnisse wesentlichverändert. Durch eine Allianz war, oder schienwenigstens, der Eroberer beschränkt. Was erwar-tete man seitdem nicht von Allianzen! Frankreichdagegen behielt, auch im Frieden gerüstet, seineArmee; und welch' eine Armee? Die Ver-hältnisse mit der Republik waren zerrissen; sie schie-nen unter allen am schwersten wieder anzuknüpfen;weil der Stolz drS Königs gekrankt war; und das