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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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268 H.Per.^.k.Gesch.d.südl.Eur Staatensnst.

Fehde. Seitdem man vollends glaubte, das Gerhcimniß der Handelsbilanz der Staaten entdecktzu haben (der Gipfel der Thorheit!), war eine umverstegbare Quelle des National-Hasses und Neidesgeöffnet.

Die Untersuchungen über die Handelsbilanz s»der den Ge-winn und Verlust bey dem Austausch der Völker an baarewGelde) entstanden in England unter Carl -t-. Sie flösse»unmittelbar aus dem Wahn, daß das baare Geld das Na-tionalvermögen bestimme; und veranlaßten alle jene NNglÜck-sckivangern Maaßregeln, es durch Handelszwang zu leiten.Umsonst haben Theorie und Erfahrung widersprochen: ver»mögen sie den Glauben der Practiker zu erschüttern? Un«ter den damaligen Schriftstellern besonders:

Diseourle» on lraäo, V7 8. los. Lmrn, 1-onllon. 1670.

iF. Die Formen der StaatSverwalrtung wurden bestimmter. Seitdem es in Franksreich keinen Principalminister mehr gab, bildete sichvon selbst die Eintheilung in gewisse Departements,an deren Spihe Minister gestellt wurden. Auchdarin folgten andere Staaten mehr oder wenigernach; wenn gleich in den meisten viel daran fehlte,daß diese Trennung der Verwaltungszweige und diedarauf gegründete Organisation des Ministern nachfesten Principien gemacht sey. Wie viel auf dieWahl der Männer ankäme, sah man in Franksreich; doch blieb die Zahl der großen Ministerselbst in diesen Zeiten viel beschränkter als die dergroßen Feldherren.