3 . Gesch. d. Coloriialwesens »665-1700. 27z
in Rücksicht ihrer Schifffahrt und ihres Handelsfest an das Mutterland gekettet, (ein Beyspiel fürAndre;) und hoben sich merklich, die der übrigenRationen blieben sich Meist gleich.
2. Frankreich hat sich überhaupt in drey Ar-ten von Colonien versucht, Handels-, Ackerbau-und Psianzungscolonien. Aber mit sehr verschiede-nem Erfolge! Für Handelscolonien paßte der Cha-rakter der Regierung zu wenig, die Alles durch Re-glements zwingen wollte; für Ackerbau-Coloniennicht der National-Charakter, der lange und ru-hige Anstrengung scheut. Anders war es mit denPsianzungscolonien; wo der Pflanzer nur den Auf-seher macht, und baldiger Gewinn reichlich lohnt.Nur Colonien dieser Art sind den Franzosen gediehen.
z. Die Maximen der Französischen Colo-Nialpolitik kamen zwar in Rücksicht des Handels-zwangs mit denen andrer Völker überein, in andernwaren sie liberaler. Es wurde Niemanden, auchFremden nicht, erschwert, die Colonien zu besu-chen und sich in ihnen niederzulassen. Sie standenin Frankreich nicht unter einer eigenen Behörde,sondern unter dem Marine-Minister; und in ihremInnern war die Militair- und Civil-Administra-tion zwischen dem Gouverneur und Intendanten ge-
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