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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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309
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* Staatshandel in Europa 1720-1740. 309

Weil sie den Frieden nicht wollten; und wenige2ahre nachher schloß ihn Ludwig auf Bedingungen,die er damals für unmöglich halten mußte.

Anfang der Unterhandlungen März 1709 zwischen demPräsidenten Rouill« und den Hollanvijchen abgeordnetenBuvs und van der Dussen, zuerst zu Moerdyk, nachmalszu Woerden; bis der Minister der auswärtigen Angele-genheiten selber, Lorcv, nach dem Haag gesandt (May)im Lorummer des Ratkspcnsionairs erschien! Haupt-forderungen der Alliirten überhaupt: Gänzliche Herausgabeder Spanischen Monarchie zu Grinsten Oestreichs. Insbe-sondere: der Holländer: Barriere (Besetzung der Grenzfe-slungen) in den Spanischen Niederlanden; und Wiederher-stellung des Handelstarifs vbn lbSg. Der Engländer: An-rrkcnuung der Protestantischen Succession lind Vergrößerungin den Colonien. Von, Kayser und Reich: Wiederherstel-lung der Dinge auf den Fuß des Münsterschen Friedens. Das Alles war bewilligt; (Präliminarien, entworfenin 40 Artikeln 27. Map); und bedurfte es mehr zur Ent-schädigung der Verbündete»? zur Sicherheit Europas?Ader die Absetzung Philipps von Spanien durch seineHülfe (Art 4. 37.) konnte Ludwig XIV. nicht unterschrei-ben, obne sich zu entehren. Abbruch der Fricdensunter-hauvlnugen.

l6. Fortgang des Kriegs; auch jetzt mit schlech-tem Glück für Frankreich; und doch konnten, auchnach dem Siege bey Malplaquet,, die Mimensich nicht zum Frieden entschließen; aber auch ebenso wenig in das Innere seiner Provinzen dringen!Während Vendome in Spanien siegte, verthei-digten Villarö und Boufflers mit Nachdruck

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