Staatshändel in Europa 1720-1740. Z19
und die Abtretungen der Länder geschahen
jum Theil des Handels wegen. Der Grund zudem Uebergewicht Englands im Sechandel ward ei-gentlich durch den Utrechter Frieden, — und mitihm zugleich der Keim zu zwey künftigen großenKriegen — gelegt; aber freylich konnten diese Fol-gen sich erst allmählig entwickeln; und die Republikblieb doch noch geraume Zeit der erste Handelsstaatunsers Welttheils.
25. Die Lage der einzelnen Staaten warnicht blos durch den Krieg verändert, sondern wardes auch zum Theil durch Regierungswechsel. InSpanien war eine neue Dynastie zum Thron ge-kommen; aber Philipp V. war nicht der Fürst,der es verstand, ein gesunkenes Reich wieder zuerheben. Mehr wie er wäre dazu seine neue Ge-mahlin, Elisabeth von Parma, fähig gewe-sen; hätte nicht Familieninteresse ihr mehr gegoltenals Interesse des Staats. Aber nichts war ihr zutheuer, so bald es der Versorgung ihrer Söhnegalt; und wenn gleich ohne Gewinn für sich selbst,erhielt doch Spanien durch sie einen großem Ein-fluß auf das Europäische Staatensystem, als esunter den letzten Habsburger» gehabt hatte. Aberlüderl einen verderblichen Einfluß.
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