Buch 
Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
Entstehung
Seite
344
JPEG-Download
 

344 ll.Per.L.l.Gesch.d.südl.Eur.Staatensyst.

zogen werden? Und wie leicht alsdann nicht dasGanze?

ro. Die Politik überhaupt behielt ganzin den Händen weniger Minister und ihrer Ver-trauten in dieser Periode den vollen Characrerder CabinetSpolitik. Nie war noch des Unter-handeln- so viel in Europa gewesen; nie glaubteman so viel damit ausrichten zu können. Ihre grö-ßere oder geringere Moralität nmßte daher aller-dings zunächst in einem gewissen Grade von derMoral der Minister abhängen. So lange sie in- >deß noch auf gewisse Grundsätze gebaut blieb, so 'lange man der Heiligkeit des rechtmäßigen Besitzes >nicht geradezu zu trotzen wagte, konnte sie auch !den Schein der Moralität nicht entbehren. Selbstder Regent, und der verworfene Dubois, erscheinenin ihrem öffentlichen Leben lange nicht so gehässig ,als in ihrem Privatleben.

n. Die Staatöwirtßschaft, noch immerohne weitere Theorie, als die des haaren Gelder-werbes, bildete sich in ihren Maximen diesen Grund-sätzen gemäß aus; und das Mercantilsystem trugimmer mehr mit Wahrheit den Namen eines Sy-stems. Der auswärtige Handel blieb das ersteMittel zur Bereicherung; selig wer Herausrechnen

konnte