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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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r- Staatshändel in Europa, g. r 740 - r 7^6. 42 r

kann. Die eignen Verbündeten werden sie baldverlassen; und Frankreich mußte davon bittere Er-Wahrungen machen. In keinem der frühern großenKriege war ein solcher Wechsel der Bündnisse gewe-sen; denn niemals hatten die Absichten der Alliirtcnso wenig unter sich übereingestimmt. Konnte außerFrankreich irgend einer der Verbündeten eine gänz-liche Auflösung der Oestreichischen Monarchie imErnst wünschen, oder auch hoffen?

iz. Kein Wunder indeß, wenn Frankreichanfangs der Bundsgenossen viele und mächtige fand,da die Hoffnung des Gewinns zu lockend war.Auf Bayern, den Verbündeten in dem vorigenSuccessionskriege, war auch jetzt vor Allen die Auf-merksamkeit Frankreichs gerichtet, um einen Canrdidaren zur Kayserkrone zu haben. Chur-fürst Carl Albrecht fand aber auch außerdem,daß ihm eigentlich die ganze Oestreichische Monar-chie gehöre. Dasselbe entdeckte für sich auch Spa-nien; und bald fand auch Sachsen, daß die prag-matische Sanction keine Gültigkeit haben könne,und ihm die nächsten Rechte zustünden. So sahEuropa das sonderbare Schauspiel, daß dreydächte, jede auf das Ganze Anspruch machend,s«ch mit Frankreich vereinigten, das selber keinenweiter» Vorwand hatte, als die Rechte Aller ver-theidigen zu wollen.

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