Buch 
Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
Entstehung
Seite
422
JPEG-Download
 

422 II. Per. G. I. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.

und Zänkereyen dauerten hier fort; und wären auchselbst, wie es vielleicht möglich war, die damalsstreitigen Puncte in dem Aachner Frieden auSgcglirchen; - kann man zweifeln, daß dennoch bald an-Lere entstanden seyn würden? Die Brittische Porlitik verband damit die neue Verfahrungsart, wennman ihr die Genugthuung über die Beeinträchtigun-gen, über welche sie auf dem Lande klagte, nichtsofort geben wollte, sie sich ohne weiteres zur Seezu nehmen, und den Krieg anzufangen, noch eheer erklärt war.

Streitige Puncte zwischen England und Frankreich, r.Ueber die Grenzen von Neu - Schottland, (im UnechterFrieden nach seinen alten Grenzen abgetreten; s. obenS. 3 > 3 -), da England auch Neu-Braunschweig hinzurech-- riete. Wer konnte entscheiden, wo nie Grenzen gezogenwaren? Die natürliche Begrenzung schien für Frankreich,alter Glaube für England zu sprechen. 2. Ueber die An-lage der Forts am Lhio, um Louissana und Canada z«verbinden, die England nicht zugeben wollte, das hierschon Forts hatte. Anfang der Feindseligkeiten, durch wech-selseitige Wegnahme von Forts bereits >754 und 17SS. 3 -Ueber die Besetzung der neutralen Inseln unter den An-tillen, Tabago, St. Vincent, Dominique, St. Lucie,durch die Franzosen, gegen frühere Vertrüge. 4. Dazukam die nun in Ostindien (s. unten) auf Coroman-del entstandene Rivalität. Anfang der Gewaltthätigkeitender Engländer zur See durch Wegnahme mehrerer Kauffah-rer und zweyer Linienschiffe bereits lv. 2 un. 1755 als Re-pressalien.

44