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Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Colonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons / von A.H.L. Heeren
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st. r. Staatshändel in Europa, c. 1763-17 86. 445

h, ?" allgemeinen Ansichten erhoben hatte; sondern rir^ Nes herrschend werdenden Hangs zu einer Philosorso- phie, djx Speculationen auch nicht weniger auf-d- die Religion, auf die Sitten, auf die Erziehung^ richtete. Sie gefiel sich bald in Frivolitäten, bald>11 rn Sophismen; aber in welcher Gestalt sie auch er-°l' schien, so war Profanation des Heiligen ihr^ Zweck. Mochte Voltaire den Volksglauben ver-spotten; mochten Diderot, Dalembert, von,s- Halb ach und ihre Verbündete den Atheismus pre-digen; mochte Helvetius die Moral in ein Sy-stem des Egoismus verwandeln; kamen nicht Alle,wie verschieden auch sonst von einander, in jene^nPunkte übercin? Selbst die große, der Natur,-z. wie es hieß, gemäßere, Erziehungsreform, vonot Rousseau begonnen, hatte sie eine andere Ten-^ denz, als Entwickelung des animalischen Menschen,e- auf Kosten seiner edleren Anlagen?

^ Die unter Didero.t's Aufsicht seit 1751 erscheinende

Encyklopädie, die zu der Verbreitung oberflächlicher^ Kenntnisse so bedeutend wirkte, gab für die meisten dieseritl> Männer einen litterarischen Vereinigungspunkt. Warübrigens ihr Streben auch an sich nur litterarischer, nichts, politischer Art, so war doch ibr intoleranter Cectcugeist,>ch — ist bitterer Spott über anders Denkende nicht auch In-

it. toleranz? — desto unerträglicher, je mehr sie von Tole-

ranz zu sprechen pflegten,isiL

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