2 N. Per. L l. Gesch. d. südl. Eur. Staatetisyst.
Z5. Durch diese neue Einrichtung war für dieAbhängigkeit von dem Mutterlande etwas, für Imdien wenig, mehr für die Compagnie gewonnen.Die Verwaltung war mehr concentrirt (nicht ohneReibungen mit den andern Präsidentschaften); umter einem so harten und erfahrnen Chef, wie Ha-stings, wurde Methode in den Druck gebracht.Aber dauernder Friede konnte in Indien nicht wer-den; und daher nie ein sicherer Etat. Es warder gewöhnliche Kreislauf der Eroberer. Die Be-drückungen erzeugten Widerstand, dieser Kriege,die Kriege Kosten, die Kosten neue Bedrückungen.So entstanden die Mar alten-Kriege, und an-dere. Um zu bestehen, ward endlich das ErobernBedürfniß.
Die Marattenkriege wurde» zuerst veranlaßt 1774 durchdie Unterstützung, welche Bombay dem angemaßten Regen-ten (Peischwa) Ragoba gegen die Rajahs von Berar (de«Bunsla), von Ougein (den Scindia) und Holcar von Mal-,va leistete; aber im Frieden 1776 auf Befehl von Calcut-ta sinken ließ. Jedoch schon 1777 Erneuerung des Kriegs!und kühner Marsch von Goddard von Calcutta »ach Sura-te, der alle Marattenfürsten aufschrecken mußte. Groß-Verbindung der Maratten, des Nizam und Hyder Ali's-gegen die Compagnie 1779; als um eben diese Zeit derKrieg mit Frankreich ausbrach. Neuer furchtbarerEinfall Hyder Ali'S in Carnatik 1780, wo er sich zwey ^Jahre behauptete. Große Geldverlegenheit, indem derKrieg sich über fast ganz Indien verbreitet; und Erpressun-gen und Revolutionen in Denares, in Oude re. mitden empörendsten Ungerechtigkeiten, wahrend zugleich der
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