Gesch. d. nördl. Eur. Staatensyst... r 797. 6zr
Frankreich, indem sie überhaupt den Geist der Ca-^ binette änderten, auf den Norden ein.
2. Wie viel, bey der Spannung RußlandsMit England und Preußen, auch vielleicht die frem-de Politik zu dem Ausbruch des Krieges mitder Pforte beytrug, so war doch Potemkinder Haupturheber (S. ; 6 i.>, wie er, als Ober-^ befehlshaber, die Seele desselben blieb. Aber derKrieg erhielt das Ansehen eines Defensiv - Krieges, r?87da die Pforte ihn zuerst erklärte. Um desto sicher Aug.rer durfte man auf die Theilnahme Joseph'« 178»rechnen; wie sorgfältig auch die Türken jeden An- Ar.e- laß zum Zwist mit ihm vermieden. So entstand
:c ein vierjähriger Kampf; durch welchen Ruß-,;> lau- nur einen geringen Theil seiner Erwartungen^füllt sah; und Joseph, furchtbar in seinen Hoff-en Zungen getäuscht, ohne das Ende zu sehen, sichjt selber sein Grab grub!
Schauplätze des Kriegs waren theils die Krimm und^ Bessarabien für die Russen allein; theils die Donau-Län-
,, der von BoSnien bis zur Moldau für Oestreichs und
Russen. Noch 1787 vergebliche Angriffe der Türken zures See bey Kinburn, Sept. und Oct., um die Krimm wie-
,i- derzuerobern. Die Russen, bisher gewohnt, nach Römer-
§ Übte, mit mäßigen Armeen aufzutreten, erschiene» dieß-
mal mit viel größerer Macht; das Hanptheer unter Po-es temkin, ein zweytes an den Grenzen der Moldau unterH Romanzow. Die Türken, Haupt-Schlachten vermeidend,Vertheidigten ihre Festungen. Im Jahre 1788 unglückliche^ Rr 4 See-